Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Atemtherapie

Richtig atmen heißt, die Atemluft ohne Anstrengung ganz in Bauch und Becken strömen zu lassen.
Atemtherapie soll helfen Störungen und Krankheiten von Lunge und Stimmapparat zu mindern oder gar zu beheben, sowohl vorbeugend als auch nach schweren Operationen oder Lungenfunktionsstörungen.

Die Atemtherapie dient vor allem dazu, Lungenentzündungen vorzubeugen (Pneumonieprophylaxe), Schleim im Lungenbereich zu lösen (Sekretlösung und -transport) sowie ein stabiles Bronchialsystem aufzubauen bzw. stützen, vorwiegend bei obstruktiven Erkrankungen wie chronischer Bronchitis, COPD, Asthma und Mukoviszidose.

Die Atemtherapie soll helfen, Atemnot durch die Mobilisierung des Brustkorbes zu verringern und damit gleichzeitig die Vitalkapazität zu verbessern. Die Lockerung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur des Oberkörpers soll die Atemarbeit ebenso erleichtern. Es ist möglich, die Atemtechnik so zu verfeinern, dass sich die Sauerstoffversorgung der Körpergewebe bessert. Sehr wichtig hierbei ist das Zwerchfell. Die tiefe Bauchatmung kann trainiert werden. Bei alten und bettlägerigen Menschen wird die Atemtherapie genutzt, um die Verkümmerung ihrer Atemorgane zu verhindern. Während der Schwangerschaft sind Atemübungen ein elementarer Bestandteil der Geburtsvorbereitung.

Erwiesen ist, dass die richtige Atmung die Durchblutung verbessert und so die Sauerstoffversorgung des ganzen Organismus optimiert.