Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Einträge von Redaktion Netzwerk-Lunge.org

E-Zigarette kein harmloser Ersatz

Laut Studie kann der Konsum von E-Zigaretten schwere Krankheiten auslösen.

US-Wissenschaftler haben eine alarmierende Studie zu den Langzeitfolgen von E-Zigaretten-Konsum erstellt. Die Studie warnt davor, dass der Genuss einer E-Zigarette die Lungenzellen in der gleichen Weise schädigt, wie der Rauch einer normalen Zigarette.

Der Glaube, dass die E-Zigarette die „harmlosere“ Variante des Tabak-Konsums ist, bekommt schwerwiegende Kratzer. Schon nach kurzer Zeit könnte die Lunge durch den Genuss einer E-Zigarette geschädigt werden. Längerer Konsum könne zu schwerwiegenden chronischen Lungen-Krankheiten führen wie COPD.

COPD stellt schon jetzt ein großes Problem für die Gesundheit der Menschheit dar. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden zurzeit 64 Millionen Menschen unter COPD. Im Jahr 2030 soll laut WHO-Berechnung COPD die dritthäufigste Todesursache weltweit darstellen.

Was ist MRSA?

Die Abkürzung MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphy-lococcus aureus. Das Bakterium Staphylococcus aureus besiedelt typischerweise die Haut und die oberen Atemwege. Normalerweise löst es keine Krankheitssymptome aus. Dringt das Bakterium aber durch ein geschwächtes Immunsystem in den Körper ein und breitet sich aus, kann es zu Entzündungen der Haut oder von Wunden, zur Infektion innerer Organe oder zu einer Blutvergiftung kommen.

Die Behandlung von MRSA-Patienten ist schwierig, weil das Bakterium gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent ist oder nur noch auf die Behandlung mit sogenannten „Reserve-Antibiotika“ anspricht. Diese wirken zumeist schlechter, sind für den Patienten schlechter verträglich als die herkömmlichen Präparate und zudem teurer in der Anschaffung. MRSA ist nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Reha-Einrichtungen und Pflegeheimen ein Problem.

Quelle: UKS Report 1/2011
Bildnachweis: Cornelia Menichelli  / pixelio.de

COPD-Medikamente und Herz: Welche Risiken gibt es?

Vielen Asthma- und COPD-Medikamenten wird nachgesagt, dass sie zwar gut für die Lunge, aber evtl. schlecht fürs Herz sind. Was hat es damit auf sich?
Medical Tribune

Cineol bei COPD und Asthma

bluegum@stock.xchngCineol ist die Reinsubstanz von Eukalyptus. Der in der Natur vorkommende Eukalyptus enthält 80% des nötigen Wirkstoffes, der in Soledum forte auf 100% angereichert wird. Man nimmt davon täglich 2-4 Kapseln, jeweils eine Kapsel ca. eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten.

Es konnte gezeigt werden, dass Cineol die Entzündungsprozesse sowohl bei Asthma als auch bei der COPD verringert. Zusätzlich konnte die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen in den Atemwegen erhöht werden. Die Untersuchungen zeigten weiter, die Einnahme von Cineol zusätzlich zur sonstigen Medikation bringt eine deutliche Verminderung der akuten Verschlechterung (Exazerbation) bei Patienten mit mittelgradiger und schwerer COPD. Die Verminderungsrate liegt bei etwa 38%. Bei Patienten mit Asthma verbessert Cineol die Asthmakontrolle, erkennbar an einem leichten Anstieg der Lungenfunktion, einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und weniger nächtlicher Störungen. Cineol ist also durchaus eine gute Möglichkeit, die Therapie von COPD und Asthma zu unterstützen.

Quelle: Patientenveranstaltung Fürth/Bayern 2011

Bildnachweis: bluegum@stock.xchng

Zuzahlungen, Mehrkosten, Reimporte

calaasafei@stock.xchngArzneimittel 2011: Was sind Ihre Rechte…

Durch die Änderungen in der Arzneimittelverordnung sind viele Patienten verunsichert und wissen nicht, was Sie beim Gang in die Apotheke kostenmäßig erwarten könnte. Wir erläutern Ihnen hier die wichtigsten Regelungen.

Zuzahlung: Wie viel ist erlaubt?

Zuzahlungen zu Medikamenten sind heutzutage die Regel. Befreit davon sind Kinder bis 18 Jahre oder Personen, die durch einen Nachweisbescheid der Krankenkasse ihre Zuzahlungsfreiheit in der Apotheke belegen können. Für Hilfsmittel, z.B. Inhalationsgeräte und Blutzuckerteststreifen, gelten andere Bestimmungen. Hier geben die Krankenkassen Auskunft. In allen anderen Fällen gilt: 10 Prozent des Arzneimittelpreises – mindestens 5 €, jedoch höchstens 10 € – sind vom Patienten pro Medikament dazu zu bezahlen. Pro Jahr dürfen diese Zuzahlungen aber nicht höher als zwei Prozent des Bruttoeinkommens sein (bei chronischen Erkrankungen ein Prozent). Es lohnt sich daher, Quittungen aufzuheben und am Jahresende bei der Krankenkasse zur Erstattung einzureichen.

Bekomme ich weiterhin mein „altes“ Medikament?

Obwohl der Gesetzgeber seit einigen Jahren von den Apotheken die Ausgabe eines bestimmten Medikaments (dessen Hersteller Vertragspartner der Krankenkasse des Patienten ist) verlangt, besteht seit Anfang dieses Jahres die Möglichkeit, dass der Patient in der Apotheke trotzdem sein Wunschmedikament (z.B. von dem gewohnten Hersteller) erhält, und zwar „gegen Kostenerstattung“. Der Patient zahlt hier zunächst den tatsächlichen vollen Preis des Wunschmedikaments selbst. Anschließend reicht er die von der Apotheke bedruckte Kopie des Rezepts sowie die Quittung über die tatsächlich geleisteten Ausgaben bei der Krankenkasse ein. Diese erstattet ihm im Nachhinein einen Teil der Kosten. Allerdings können die Abzüge für Verwaltungsgebühren erheblich sein. Daher sollte man sich im Vorfeld bei der Krankenkasse erkundigen.

Reimporte:
Ist die Qualität genauso gut?

Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie Medikamentenpackungen gen mit fremdsprachigen Angaben erhalten, die nur durch einen deutschsprachigen Aufkleber überklebt wurden. Hintergrund ist eine einfache Kostenrechnung der Krankenkassen: Arzneimittel werden oft in Deutschland hergestellt, dann aber in andere EU-Länder exportiert und von dort wieder zurück nach Deutschland importiert. Da im Ausland meist andere Arzneimittelpreise gelten, sind diese für die Krankenkassen kostengünstiger. Manchmal kann bei Reimporten die Folienverpackung der Tabletten zerschnitten sein, da die Verpackungsgrößen im Ausland anders sind. Die Arzneimittel selbst bleiben in ihrer Qualität davon unberührt.

Quelle: Gesundheitsmagazin (Laurentius Apotheke, Nürnberg)
Bildnachweis: alaasafei@stock.xchng

Gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Psyche

Was hilft bei Schlafstörungen?

Mindestens sechs Stunden Schlaf benötigen wir als Erwachsene täglich – manche Menschen fühlen sich auch erst mit 10 Stunden so richtig fit. Doch in Deutschland klagen 25 Prozent der Bevölkerung über Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Schuld daran können neben äußeren Einflüssen auch berufliche oder private Sorgen sein.

Im Schlaf sind wir hochaktiv
Obwohl wir glauben, dass der Schlaf als Ruhephase eher eine passive Angelegenheit ist, sind wir in Wahrheit im Schlaf hochaktiv: Wichtige Stoffwechselprozesse finden statt und unser Gehirn hilft uns, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten. Wir durchleben pro Nacht fünf bis sieben Schlafzyklen von ca. 90 Minuten Dauer. Die Schlafphasen werden von sog. REM (rapid eye movement)-Phasen abgelöst: Sichtbar an den schnellen Augenbewegungen. Jetzt ist das Gehirn aktiv und Blutdruck, Atmung und Herzfrequenz sind erhöht: Der Mensch träumt besonders lebhaft. Im Laufe der Nacht nehmen die REM-Phasen zu.

Schlafmangel kann krank machen
Untersuchungen haben gezeigt, dass Schlafmangel Depressionen auslösen kann. Auch beeinträchtigt er das Gedächtnis. So lag in Tests bei Menschen mit gestörtem Schlaf die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses um 38 Prozent niedriger als bei Menschen mit normalem Schlaf. Das Immunsystem wird ebenfalls geschwächt. Da die Hormonausschüttung vorwiegend während des Schlafs erfolgt, besteht bei Schlafmangel eine erhöhte Gefährdung, an Diabetes zu erkranken. Und bei Jugendlichen wurde festgestellt, dass bereits eine Stunde weniger Schlaf (weniger als acht Stunden) sie zu mehr fetthaltigen Nahrungsmitteln greifen lässt (21 Prozent).

Pflanzliche Einschlafmittel wirken beruhigend
Dunkelheit ist für den gesunden Schlaf wichtig, damit das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet wird. Wer dennoch ständig mit Schlafstörungen zu kämpfen hat, kann zur Beruhigung und Schlafförderung einmal milde pflanzliche Präparate probieren, die beim Einschlafen gut helfen können. Bekannt ist die Baldrianwurzel, aber auch Melisse, Hopfen und Passionsblumenkraut sind geeignete Heilpflanzen. Sie verstärken die Wirkung des erregungs-dämpfenden Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure und verkürzen die Einschlafzeit. Sie verbessern auch die Tiefe des Schlafes. Im Gegensatz zu chemischen Schlafmitteln verändern sie das natürliche Schlafprofil in der Regel nicht und führen nicht zu Leistungseinbußen am nächsten Tag.

Bildnachweis: suave@stock.xchng

Videobeitrag COPD-Therapie mit Roflumilast

Statement zur COPD Therapie mit Roflumilast (Daxas 500) von Univ.-Prof. Dr. Otto Ch. Burghuber, anlässlich des Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) 2009 in Wien.

[youtube]gO4tu2eOX-8[/youtube]

Link zum Beitrag: Gesellschaft der Ärzte in Wien

COPD – Immer wieder Kalorien

Klarissa@stock.xchng

Richtige Ernährung ist bei COPD wichtig

Wenn Sie an einer COPD erkrankt sind, kann Ihr Kalorienbedarf höher sein als Sie denken. Die Atemarbeit eines COPD-Patienten kann 10 mal so viele Kalorien verbrauchen wie die eines gesunden Menschen.

Ihr Körper nutzt die Nahrung als Brennstoff für die Energiegewinnung und alle seine körperlichen Funktionen, einschließlich der Atmung. Eine gesunde kalorienreiche Ernährung kann die Erkrankung zwar nicht heilen, kann aber die Folgen einer COPD lindern und bei Untergewicht die Situation allgemein verbessern.

Sie können so die nötige Kraft zu Bewältigung des Alltags aufbauen. Sie werden sich besser fühlen, leichter atmen und können so mehr Energie zur Abwehr von Infektionen aufbringen.

Milchprodukte sind ausgezeichnete Quellen für Kalzium, Protein und viele andere Nährstoffe. Fügen Sie Käse zu Eiern, Aufläufen und Suppen hinzu. Joghurt, garniert mit Müsli und Früchten, ist eine großartige Zwischenmahlzeit. Wenn Sie Milch gut vertragen, sollten Sie öfter ein Glas davon trinken.

Stärkehaltiges Gemüse ist mit Vitaminen und Mineralien geladen und hat mehr Kalorien als die meisten Gemüsesorten. Wählen Sie also Kartoffeln, Mais, Rüben, Erbsen, Karotten, oder Bohnen. Suppen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, stärkehaltiges Gemüse zu sich zu nehmen.

Zu den Früchten mit den meisten Kalorien zählen Bananen, Mango und Papaya. Es gehen auch getrocknete Früchte, Fruchtsäfte (100%) und Sirup.

Studentenfutter verbindet gesunde Trockenfrüchte, Nüsse und andere süße oder pikante Zutaten zu einem kalorienreichen Snack für unterwegs oder zu hause. Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit mit Kuchen, Kekses und Bonbons.

Shakes sind ein ausgezeichneter Weg, um Kalorien zu einem nahrhaften Getränk, reich an Kalzium und Eiweiß zu mixen. Verwenden Sie dazu gefrorenes Obst, 100% Fruchtsaft, Eiweißpulver, Joghurt oder Eiscreme.

Manche Lebensmittel erinnern uns an unsere Kindertage. Zu den Favoriten gehören Kartoffelpüree, Makkaroni mit Käse, Apfelkuchen, Hühnchen, Knödel und vieles mehr. Diese Lebensmittel sind genau das, die für eine Kalorienreiche Ernährung nötig sind.

Gesunde Fette (einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren) sind doppelt so dicht wie Kohlenhydrate und Eiweiß und werden meistens auch von Menschen mit COPD gut vertragen. Olive, Raps, Sonnenblumen-oder Maisöl, Margarine frei von Transfettsäuren, Mayonnaise, und Avocados gehören zu den besten gesunden Fetten.

Machen Sie Ihre Haferflocken oder Ihr Müsli mit heißer Vollmilch statt mit Wasser, dies erhöht zusätzlichen den Kalzium- und Kaloriengehalt. Weitere gesunde Körner-Produkte sind Vollkornbrot und Nudeln.

Achten Sie darauf, bei jeder Mahlzeit ausreichend Proteine zu sich zu nehmen. Proteinhaltig sind Eier, mageres Fleisch, Fisch, Geflügel, Bohnen und Nüssen.

Und vergessen Sie nicht, auf den Tag verteil viel Wasser zu trinken. Die Flüssigkeit verdünnt den Schleim und fördert somit das Abhusten. Trinken Sie stets erst nach den Mahlzeiten, damit sie durch das Wasser nicht vorzeitig ein Sättigungsgefühl einstellt.

 

Bildnachweis: klarissa@stock.xchng

COPD – Erhöhtes Risiko für Herpes Zoster

Herpes Zoster

Laut einer im „Canadian Medical Association Journal“ veröffentlichten Studie haben Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), ein erhöhtes Risiko an Herpes Zoster (Gürtelrose) zu erkranken. Herpes Zoster ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch einen schmerzhaften Hautausschlag mit Blasenbildung in Erscheinung tritt. Das Risiko daran zu erkranken ist am größten bei Patienten, die zur COPD-Therapie mit oralen Steroiden behandelt werden. Die Autoren schlussfolgern weiter, dass mit der schwere der Erkrankung das Risiko weiter steigt.

Es gibt zunehmend Hinweise, dass COPD eine Autoimmunerkrankung ist. Verschieden andere Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis und entzündliche Darmerkrankungen werden ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Herpes Zoster in Verbindung gebracht.

Mit einer entsprechenden Impfung könnten mehr als 50 Prozent der Krankheitsfälle vermieden werden. Auch eine Post-Zoster-Neuralgie (PZN) kann in knapp 70 Prozent der Fälle verhindert werden. Sollte trotz Impfung eine Gürtelrose auftreten, verläuft diese in der Regel milder und mit weniger Komplikationen.

Quelle: Canadian Medical Association

Lavendelöl zur Pilzbekämpfung

Viele Menschen tragen bestimmte Pilzarten auf der Hautoberfläche und auf den Schleimhäuten mit sich herum. Das ist in der Regel unproblematisch, da das Immunsystem dafür sorgt, dass die Keime nicht überhand nehmen. Bei Menschen mit einem reduzierten Immunsystem (Lungentransplantation, COPD) besteht aber die Gefahr, ernsthaft an einer Pilzinfektion zu erkranken. Leider scheinen viele Pilzerreger Resistenzen gegen die üblichen Medikamente entwickeln zu haben, so dass alternative Wirkstoffe für eine erfolgreiche Therapie erforderlich werden.

Portugiesische Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass Lavendelöl ein solcher alternativer Wirkstoff zur Bekämpfung von Pilzinfektionen sein könnte. Das Öl ist in der Lage, verschiedene Hefe- und Fadenpilze abzutöten. In der Studie erwies sich Lavendelöl als effizientes Mittel gegen viele Pilzarten. Weitere Studien sollen nun den Weg für den klinischen Einsatz ebnen.

Weitere Infos: Bild der Wissenschaft