Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Bronchialkarzinom

Als Bronchialkarzinom bezeichnet man einen bösartigen Tumor, der von den Schleimhautzellen ausgeht, die das Innere der Atemwege (Bronchien) auskleiden.

Einige gesicherte Risikofaktoren für die Entstehung des Bronchialkarzinoms sind:

  • allen voran das Rauchen, 9 von 10 Patienten mit einem Bronchialkarzinom sind oder waren Raucher. Jedoch ist zweifelsfrei auch das Passivrauchen ein Risikofaktor.
  • bestimmte Arbeitsstoffe, z.B. Asbeststaub, radioaktive Substanzen, Nickel-, Arsen- oder Chromstaub.
  • das erhöhte Risiko des Einzelnen, wenn Vater oder Mutter am Bronchialkarzinom erkrankt waren.

Mögliche Symptome des Bronchialkarzinoms: anhaltender Husten, Auswurf – eventuell mit Blutspuren, Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb. Weitere Beschwerden können sein ständige Abgeschlagenheit, reduzierte Belastbarkeit und der Verlust von Gewicht. Sehr oft zeigt das Bronchialkarzinom jedoch keine Symptome. Ratsam ist es, bei mehr als 3 Wochen bestehenden Beschwerden der Atemwege die Ursache durch einen Arztbesuch abzuklären.

Das Röntgenbild des Brustkorbs ist die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf eine Erkrankung  der Lunge. Weitere Untersuchungen zur Diagnosesicherung  bzw. zum Ausschluss eines Bronchialkarzinoms sind die Computertomographie und Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) mit einer Entnahme von Gewebeproben. Sofern ein Tumor festgestellt wird, sind weiterer Untersuchungen (i. d. R. stationär) nötig, um das Ausmaß der Erkrankung  und eventuelle Begleiterkrankungen  festzustellen.

Ohne eine Behandlung hat das Bronchialkarzinom einen tödlichen Verlauf. Die Atemwege werden eingeengt; oft entstehen Metastasen in Lymphknoten, den Knochen, im Gehirn oder in der Leber. Das Fortschreiten der Erkrankung hängt ab von der Art der Tumorzellen und wie früh der Tumor erkannt und behandelt wird. Wie bei den meisten Krankheiten ist jedoch auch beim  Bronchialkarzinom im Einzelfall keine Aussage über die Lebenserwartung möglich.
Aufgrund der schlechten Prognose ohne Behandlung ist eine Therapie des Bronchialkarzinoms in den meisten Fällen anzustreben. Je nach Größe und Lage des Tumors, Art des Tumorgewebes und weiteren Faktoren kommen drei

Behandlungsmöglichkeiten, die eventuell kombiniert werden, in Frage:

  • Operation mit Entfernung des betroffenen Gewebes
  • Bestrahlung des betroffenen Lungenbereichs mit dem Ziel, die Tumorzellen abzutöten
  • Chemotherapie (ebenfalls mit dem Ziel, die Tumorzellen abzutöten).

Manche Patienten können durch die geeignete Therapie ganz geheilt werden. Bei vielen kann die Erkrankung auch für einige Jahre aufgehalten werden.