Es sind diese Hundstage, die uns schleichend auf die Suche nach Schatten und Abkühlung gehen lassen. Für Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), kann die Kombination von Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und verschmutzter Luft sehr schnell ernsthafte Probleme verursachen. Jede kleine Bewegung raubt den Atem und treibt den Schweiß aus den Poren.
Hier einige Tipps wie Sie besser über die heißen Tage kommen:
Benutzen Sie bei den ERSTEN Anzeichen ungewöhnlicher Atemnot Ihr schnell wirkendes Dosier-Aerosol (z.B. Berodual). Sollte nach etwa 20 Minuten und erneuter Inhalation Ihres Sprays keine Besserung eintreten, dann befolgen Sie den mit Ihrem behandelnden Arzt abgesprochenen Notfallplan bzw. rufen Sie ärztliche Hilfe. Warten Sie bitte nicht, bis die Symptome lebensbedrohend werden.
Trinken Sie ausreichend viel Wasser oder andere Getränke. Gut geeignet sind neben Mineralwasser ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Das Mischverhältnis von Wasser und Saft sollte ungefähr 1:1 betragen. Völlig ungeeignet sind stark zuckerhaltige Getränke wie Limonade und Cola. Dies gilt auch für alkoholische Getränke, die überdies den Kreislauf zusätzlich belasten. Bei Hitze keine eiskalten Getränke zu sich zu nehmen, sinnvoller sind warme Getränke. Das führt zu leichtem Schwitzen, was ohne Kreislaufbelastung die Abkühlung des Körpers unterstützt.
Bitte keine zu fette Speisen, da die Verdauung selbiger viel Energie kostet. Bei Hitze besser auf Obst, Salat und mageres Fleisch zurückgreifen. So sparen Sie Energie und bleiben länger aktiv.
Wenig und luftige Kleidung tragen. Unter engen Hosen, Röcke und Oberteile kann sich die Hitze stauen. Also lieber weite Teile aus Baumwolle, Leinen oder Seide anziehen.
Vermeiden Sie unnötige Anstrengungen. Sollten Sie aus dem Haus gehen müssen, dann verlegen Sie diese Aktivitäten möglichst in die weniger heißen Morgen- oder Abendstunden des Tages. Bereiten Sie sich gut vor: Medikamente genommen? Genug getrunken? Sonnenschutz? Notfallspray und Handy in der Tasche?
Versuchen Sie die Hitze aus dem Haus zu halten. Morgens gut durchlüften und dann Fenster zu, Jalousien und Markise runter. Feuchte Tücher aufhängen hilft die Temperatur zu senken (auf Luftfeuchtigkeit achten!). Ventilatoren und Klimageräte sind wegen möglicher Erkältungsgefahr und Verkeimung mit Vorsicht zu nutzen.
Prüfen Sie, ob in der Wohnung auch alle unbenutzten Elektrogeräte ausgeschaltet sind. Sie glauben gar nicht, wie viele dieser Geräte im Standby-Modus unbemerkt Hitze abgeben.
Bei Hitze schwellen gerne Knöchel und Beine an. Da hilft Beine hoch lagern und zwischendurch mit kühlem Wasser abreiben. Auch kühlende Gels mit Rosskastanienextrakt helfen gegen Schwellungen. Tipp: Gel im Kühlschrank lagern!
Sollten Sie gerne im Garten oder vor dem Haus sitzen, dann gönnen Sie sich doch ein Fußbad mit kühlem Wasser. Auch ein mit kaltem Wasser durchnässtes Handtuch im Nacken kann Wunder wirken. Das Handtuch öfter wieder aufbereiten! Das funktioniert übrigens auch beim Fernsehen im Wohnzimmer.
Wenn Sie Ihren Garten wässern, dann verschaffen Sie sich ruhig auch eine Abkühlung mit dem Schlauch. Lassen Sie sich nicht von Ihren Nachbarn stören oder gar abhalten!
Halten Sie sich nicht ungeschützt in der Sonne auf. Ein Schirm oder eine Kopfbedeckung sind Pflicht. Suchen Sie unbedingt Schatten.
Wenn Sie nichts anderes zu tun haben und auch nicht zu Hause bleiben wollen, dann suchen Sie zwischen drin bewusst kühle Orte auf. Dies kann eine Kirche oder z.B. die Kühlwarenabteilung eines Supermarktes sein.
Bildnachweis: Billy Alexander@stock.xchng




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