Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

COPD und Diabetes mellitus

foobean01@stock.xchngDie COPD ist nach heutigem Wissen nicht nur ein Entzündungsprozess in den Atemwegen, sondern kann den gesamten Organismus angreifen. Dazu gehören die Gewichtsabnahme, die Muskelatrophie, die Osteoporose, die koronare Herzkrankheit und eben auch das metabolische Syndrom bzw. der Typ-2-Diabetes. Wenn die Entzündungsparameter erhöht sind, findet man offensichtlich sehr viele Diabetes-2-Patienten, Entzündungsparameter sind übrigens schon bei Patienten mit geringer körperlicher Aktivität erhöht.

Auf dem Kongress „Diabetologie grenzenlos“ , 11.2.2011 in München wurde jetzt diskutiert, inwieweit auch die üblichen COPD-Medikamente einen Einfluss auf die Entstehung eines Diabetes haben könnten.

Einig waren sich die Beteiligten, dass eine systemische Gabe von Kortison länger als 2 Wochen einen negativen Einfluss hat. Eine längere Einnahmedauer wäre nicht vertretbar.

Bei den inhalativen Kortikoiden wurde gesagt, dass die Dosis ausschlaggebend sei,  in üblicher Dosierung haben sie wahrscheinlich keinen Einfluss.

Bei den bronchienerweiternden Mitteln gibt es relevante Unterschiede.

Während die Anticholinergika keinen Einfluss haben, können Betamimetika, sowohl die kurzwirksamen wie auch die langwirksamen den Blutzuckerspiegel stark erhöhen.

Bei Roflumilast scheint es nach ersten Verlaufsbeobachtungen sogar zu einer Verbesserung der Stoffwechselsituation zu kommen.

Quelle: nach einem Kongressbericht in der Zeitschrift MMW- Fortschritte der Medizin 2011;153(11)

Christa
 
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