COPD und Osteoporose

COPD-Patienten haben häufig auch Osteoporose.
Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich: Immobilität, Alter, Gewichtsverlust, Steroidmedikamentation, aber auch die COPD -typische systemische Entzündung, Rauchen….

Die Frage, ob auch die inhalativen Kortikoide einen Einfluss auf das Osteoporoserisiko haben, gibt es unterschiedliche Befunde und Ansichten.

Die Behandlung der Osteoporose bemüht sich vor allem die Resorptionsvorgänge am Knochen zu beeinflussen, im besten Fall zu stoppen, oder auch die Bildung von Knochengewebe zu fördern.

Eine Renaissance erlebt derzeit die Kombination von Vitamin D und Kalzium. Grund ist, man hat gemerkt, dass sehr viele Menschen mit Vitamin D unterversorgt sind.

Nach der Leitlinie des DVO (Dachverband Osteologie) soll die Supplementierung mit „nativem“, also inaktivem Vitamin D zwischen 800 und 2000 IU liegen. 1000 mg Kalzium sollten mit der Nahrung über Mineralwasser und Milchprodukte aufgenommen werden.

Diese 1000 mg Kalzium sind z. B. in einem Glas Milch plus 2 Scheiben Käse. Mehr Kalcium scheint eher eine negative Wirkung auf den Knochen zu haben.

Spezifische Osteoporosetherapie mit Bisphosphonaten
Damit bestehen die längsten klinischen Erfahrungen. Vor allem für Frakturen der Wirbelkörper ist hier eine Risikoreduktion von bis zu 70 % zu erwarten.
Empfehlungsgrad A in den DVO-Leitlinien zur Reduktion der Wirbel- und Schenkelhalsfrakturen weisen folgende Substanzen auf:

  • Alendronat
  • Risedronat
  • Zoledronsäure
  • Teriparatid
  • Strontiumranelat
  • Denosumab

Ob man sich für eine Therapie mit Tabletten oder für Spritzen entscheidet, muss man mit seinem Arzt individuell klären. Hier spielen Begleiterkrankungen , Begleitmedikamente mit eine Rolle.

Besonders problematisch wird die Behandlung, wenn es zu den typisch heftigen Knochenschmerzen z.B. bei Wirbelfrakturen kommt. Dann ist eine ausreichende Schmerztherapie unbedingt notwendig. Denn, wenn sich die Patienten wegen der heftigen Schmerzen weniger bewegen, kommt es auch dadurch zu weiterem Knochenabbau.

Fazit. Sowohl eine adäquate Schmerztherapie als auch gleichzeitig eine spezifiscche Osteoporosebehandlung sind anzustreben.

Christa
Quellen:
Dr. med. J. Aumiller MMW – Fortschritte der Medizin 2011; 153 (19): 14-15
http://www.dv-osteologie.org
 
Bildnachweis: Rainer Sturm  / pixelio.de

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