Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

DAXAS 500, meine persönlichen Erfahrungen

Neues Medikament für Patienten mit COPD

Am 19. August hatte ich den quartalsmäßigen Termin bei meinem Lungenfacharzt.
Nach den üblichen Untersuchungen sagte er wörtlich zu mir: Ich hätte ein neues Mittel für Sie. Sie gehören zu dem Personenkreis, die für dieses neue Medikament in Frage kämen. Ihnen würden ein paar Pfund weniger nicht schaden. Naja, das hat mich schon ein Wenig getroffen – aber er hat Recht.
Ich bin 170 cm groß und wiege 63 kg.
Nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, vor nunmehr fast 3 Jahren, und 2-3 Cortisontherapien, die meinen Appetit merklich angeschoben haben, habe ich in dieser Zeit stattliche 12 kg zugenommen.

Mein Krankheitsstatus – COPD und Emphysem,
schwankend zwischen Gold III und GoldIV.
Mein FEV1 pendelt je nach Verfassung zwischen 27 und 31 %.
Ich bin noch nicht sauerstoffpflichtig, meine Blutgaswerte sind grenzwertig.

Zu Daxas:
Ich fing am selben Tag mit der Einnahme von Daxas 500 an. Schon in der Nacht und am nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen, nicht stark, aber ständig.
Mir war übel vom Bauch her, schon direkt beim Aufwachen am Morgen.
Auch der angekündigte mögliche Durchfall stellte sich unverzüglich ein.
Ich war auch ein paar Tage mental schlecht drauf, Depression zu sagen, halte ich übertrieben, ich war einfach schräg drauf.

Am 23.08.2010 kontaktierte ich meinen Lungenfacharzt und teilte ihm die bei mir aufgetretenen Nebenwirkungen mit; ich wollte aufhören.
Er legte mir nachhaltig Nahe, mindestens 14 Tage durchzuhalten, dann seien die Nebenwirkungen in der Regel verschwunden.
Ich hielt weiter durch.

Schon am 25.08.2010 waren tatsächlich fast alle Nebenwirkungen weg. Geblieben ist die weitere Gewichtsabnahme (bisher 3 kg), bedingt durch mehrmaligen Stuhlgang am Tag, kein Durchfall mehr, aber auch nicht „beinhart“. Ist mir aber auch derzeit noch recht. Sollte meine Wunschvorstellung an Gewicht nonstop unterschritten werden, muss neu überlegt werden.
Ich nehme weiterhin am Morgen Spiriva/Resp., 2 Hub Symbicort 320/9, nochmals 2 Hub am Abend und nutze als Notfallspray Berodual, den Respimat.

PS: wofür ich das mache:
Daxas enthält den anti-entzündlichen Wirkstoff Roflumilast, der zur Gruppe der sogenannten Phosphodiesterase-4-Hemmstoffe gehört. Roflumilast reduziert die Aktivität der Phosphodiesterase-4…..,
Eine Reduktion der Aktivität dieses Proteins führt zu einer verminderten Entzündung der Lungen. Auf diese Weise wird die Verengung der Atemwege, die bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auftritt, verringert. Somit erleichtert Daxas bestehende Atemprobleme (AUSZUG AUS DEM BEIPACK)

Weitere Infos: pharmxplorer.at

Bildnachweis:  bert8k @ stock.xchng

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229 Kommentare zu "DAXAS 500, meine persönlichen Erfahrungen"

Hallo, davon möchte ich dringend abraten. Du hast zwar Recht mit der längeren Wirkung. Leider zeigen alle bestehenden Daten zur 24h-Messung der FEV1, dass die Patienten keinen Vorteil davon haben, da Formoterol in einer Kombination 2x täglich eingenommen wird. Das Indacaterol ist hier trotz höherer Potenz in der Einmalgabe unterlegen. Ich rate daher zu einer Kombi aus Betamimetikum und Anticholinergikum mit täglicher 2x-Gabe. Hierbei treten auch weniger systemische Nebenwirkungen auf.
Gruß
Thorsten

Ich nehme das seit knapp einem Jahr und habe keinerlei Nebenwirkungen. Stufe II hat sich gehalten und tägliche Spaziergänge, soweit das Wetter es erlaubt, von ca. 7 Kilometern machen wohl auch etwas aus. Wer ein Smartphone hat dem empfehle ich die Wandersport KOMOOT, da sind Schwierigkeitsgrade angezeigt! Ich nutze sie für die Spaziergânge.

Ich nehme daxas nicht zusammen mit den anderen Medikamenten ein sondern 1 srunde später aber vorher 30 Tropfen Iberogast dann Daxas ich spüre somit keine Nebenwirkungen

in der Aphoteke gibt es einen Tablettenzerteiler zu kaufen, kostetr nicht viel