Viele Betroffene leider nicht nur unter der Krankheit selbst, sondern haben auch mit depressiven Zuständen und Angst zu kämpfen. Dies verschlechtert nicht nur die Lebenserwartung sondern mindert außerdem die Lebensqualität nochmals. Eine psychotherapeutische Behandlung sollte deshalb ein fester Bestandteil der COPD Therapie sein!
Studien haben auch bewiesen, dass im Hinblick auf das Wohlbefinden der Patienten die psychologischen Variablen Angst und Depressivität einen viel größere Rolle spielen als der jeweilige Schweregrad der COPD.
Und wie kommt es zu einer Depression bei COPD?
Die Erkrankung ist mit erheblichen schleichenden Einschnitten ins Alltagsleben verbunden. Oft ist damit eine schrittweise Einstellung sportlicher und körperlicher Aktivitäten verbunden. Weiter reduziert sich die körperliche Leistungsfähigkeit oft soweit, dass die Patienten Atemnot bekommen, wenn sie eine Treppe hochgehen. Im Alltag führt das dazu, dass Beruf, Freizeitaktivitäten und Haushaltspflichten zunehmend erschwert sind oder sogar unmöglich werden. Unter Umständen wird der Patient krankheitsbedingt Frührentner und muss evtl. auch noch dadurch bedingte finanzielle Einbußen hinnehmen.
Medizinische und psychotherapeutische Behandlung hilft
Wer mit psychischen Problemen belastet ist, befindet sich schnell in einer andauernden Abwärtsspirale, am Ende mit dem Verlust jeglichen Lebensmutes. Die selbständige Befreiung aus dieser Situation gelingt den Wenigsten. Depression ist kein vorübergehender Zustand, der sich mit ein bisschen Anstrengung überwinden lässt. Sie ist eine ernstzunehmende Krankheit, die daher auch als solche behandelt werden muss.
Gerade wenn es um darum geht, das Fortschreiten der COPD zu bekämpfen, ist die Überwindung der Depression von großer Bedeutung. Dies kann auf der einen Seite durch eine Psychotherapie erfolgen, aber auch durch den Einsatz von Medikamenten ergänzt werden. Hilfreich sind so genannte stimmungsaufhellende Antidepressiva, die viele Patienten erst für andere Therapieformen zugänglich machen.
Chancen für die Erhöhung der eigenen Lebensqualität
Die Erkennung der Zusammenhänge von Lebensqualität und psychischen Faktoren wie Angst und Depressivität, ermöglichen dann mit geeigneten Mitteln eine Besserung der allgemeinen Befindlichkeit der Patienten. Ziel muß die Rückgewinnung von Lebensmut durch die Erarbeitung neuer Perspektiven sein – auch und gerade mit der COPD!




Leide seit meiner Erkrankung an COPD seit langer Zeit an Depression und Angst.
Angst entsteht immer dann , wenn ich zähen Bronchienschkleim nicht einfach abhusten kann und dadurch kommt es zu Erstickungsanfällen
Durch die nicht heilbare Erkrankung kommt es immer zu dem Gedanken, einmal zu ersticken und die Angst “wie ist es morgens “, wenn der Schleim sich über Nacht angesammelt hat und Luftnot eintritt.
Die Angst schnürt mir die Luft ganz ab.Ich bin 82 Jahre alt und männlich.
Hallo und einen guten Tag,
ich war bis vor 1 Jahr Sektretärin in einem großen Unternehmen. Bin aus Rheinland-Pfalz
vor 10 Jahren nach Ostfriesland gezogen (ist die Heimat meines Mannes). Da ich ständig
also 3 x im Jahr eine starke Bronchitis hatte, war ich deswegen mehrmals krank und ich
hatte Angst. Angst um mich und darum, aus meinen Arbeitsleben auszuscheiden. Also, Frührente
(bin 61 Jahre). Habe lange geraucht und mache mir daher oft Selbstvorwürfe.
Jetzt habe ich COPD. Das morgentliche Abhusten gelingt mir eigentlich ganz gut. Danach
nehme ich meine Medikamente ein und komme ganz gut durch den Tag.
Nur, was nebenbei noch schlimm ist, ist die Angst. Angst vor dem Ersticken, Angst, mein
Leben nicht mehr geniesen zu können. Aus diesem Grunde habe ich mich zu einer Gesprächstherapie gegen Angst- und Panikattacken angemeldet. Unerfreulich dabei: Wartezeiten bis zu 1 Jahr.
Naja, ich versuche das Beste daraus zu machen, dies schlage ich Ihnen auch vor und vor allen
Dingen schlage ich vor, dass Sie Druck machen bei Ihrem Hausarzt, damit Ihnen hier geholfen wird.
Die Ärzte sind oft viel zu lasch. Mann muss Druck machen. Bei Ihnen könnte ich mir vorstellen,
eine Reha zu besuchen. Da haben Sie Rundumbetreuung und lernen mit allen “Nebenwirkungen”
umzugehen. Also, in Ihrem Interesse zur Gesundheit. Machen Sie Druck beim Arzt.
Alles Gute bis dahin und
trotzdem, verlieren Sie nicht den Mut.
Vielleicht schreiben Sie mir mal.