Exazerbation- lebensbedrohliche Krise der COPD?

(c) Egilshay@stock.xchngSchwere Exazerbationen beeinflussen die Prognose.

Aber was ist eine Exazerbation?
Ein akutes Ereignis im Verlauf der chronischen COPD-Erkrankung

-charakterisiert durch Zunahme von Atemnot, Husten und / oder Auswurf

-die über die täglichen Schwankungen der Symptome hinausgehen und eine

-Intensivierung der Medikamenteneinnahme notwendig machen. (Pneumologie 2007;61:el-e40)

 Welche Patienten sind betroffen?
Entgegen früheren Annahmen sind alle Patienten gefährdet, auch die frühen Stadien.

Welche Auswirkungen hat eine Exazerbation?
Sie beeinflussen die Lebensqualität sehr, z.B. man kann das Haus nicht verlassen, die Aktivität wird oft anhaltend gestört. Im schlimmsten Fall wird ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Was kann nun der Patient tun?
Er sollte wissen, welche Anzeichen dafür sprechen und damit eine Exazerbation auch frühzeitig erkennen. Hier deshalb noch einmal die Warnzeichen:

  • Vermehrte Atemnot
  • verstärkt Husten
  • vermehrt Auswurf
  • veränderter, grüner Auswurf
  • Herzrasen
  • atemabhängige Schmerzen

Jeder sollte mit seinem Doktor besprechen, welche Initiativen er jetzt auch in Eigenregie ergreifen sollte (z. B. Kortisonstoß) bzw. wann jetzt unbedingt eine Arztkontrolle notwendig ist.

Exazerbationen verhindern, aber wie?
Gemäß den Leitlinien steht hier natürlich der absolute Rauchverzicht an erster Stelle.

Auch Schutzimpfungen (Grippeimpfung, Pneumokokkenimpfung) sind sehr sinnvoll.

Eine für jeden angepasste medikamentöse Behandlung zur Bronchienerweiterung als Zusatzbehandlung evt. inhalatives Kortison oder jetzt auch Roflumilast (Daxas)

Ich denke, jeder hat hier zusätzlich so seine eigenen Möglichkeiten entwickelt, über die es zu sprechen sicher lohnen würde, z. B. im Forum?

Christa
 
Bildnachweis: Egilshay@stock.xchng

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