Der Klimawechsel, die hierdurch bedingten hohen Temperaturen und schönes Wetter in Verbindung mit verschmutzter Luft sind die Bedingungen, welche die Ozonwerte in die Höhe treiben.
Asthmaanfälle, Reizungen von Hals und Nase, Atemschwierigkeiten und entzündliche Atemwege können die Folge sein. Desweiteren sind Herz und Kreislauf belastet. Ohne eine ordentliche nächtliche Abkühlung sind die Hitzewellen besonders gefährlich für alte Menschen sowie Personen, die Probleme mit der Lunge, dem Herzen und dem Kreislauf haben.
Die hohen Ozonwerte verstärken die Empfindlichkeit der Luftwege gegenüber Pollen, Milben, gegenüber Feinstaub und Stickoxiden (NOx).
Problematisch wird die Ozonbelastung dann, wenn Sauerstoff (O2), Stickoxide und intensive Sonneneinstrahlung aufeinander treffen. Sauerstoff befindet sich in der Luft, die Stickoxide werden durch die Luftverschmutzung (motorisierter Verkehr) zugefügt. Vereinfacht geschildert, wird durch das Sonnenlicht ein Sauerstoffatom von den Stickstoffoxiden abgespalten. Dieses Sauerstoffatom wird in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft (O2) zu Ozon (O3), der sich dann schädlich auf die Atemwege auswirkt. Am Ozon messbar ist auch der Grad der Luftverschmutzung.
Ozonwerte über µg/m3 120 können bereits empfindliche Atemwege reizen.
- 120 – 180 µg/m3 = deutliche Belastung – Schleimhautreizungen. Hier kann es bereits zu einer Reduzierung der Lungenfunktion bei anstrengenden Tätigkeiten im Freien kommen
- 180 – 240 µg/m3 = hohe Belastung – Verstärkung der Schleimhautreizungen. Abnahme der Lungenfunktion (bis zu 10% möglich bei empfindlichen Menschen)
- über 240 µg/m3 = sehr hohe Belastung – Schleimhautreizungen nun auch bei weniger empfindlichen Menschen (Reduktion der Lungenfunktion der Gesamtbevölkerung bei 15%). Mögliche Abnahme der Lungenfunktion bei empfindlichen Personen bis zu 30%.
Bemerkenswert ist, dass die Ozonkonzentration in ländlichen Gegenden den Grenzwert öfter als in Städten übersteigt. Dies bedingt dadurch, dass gewisse Luftschadstoffe über Nacht das Ozon in den Städten wieder abbauen, im Ländlichen fehlen diese Stoffe und das Ozon bleibt in der Luft erhalten.
Studien haben jedoch auch ergeben, dass nicht alleine das Ozon sich negativ auf die Atemwege auswirkt, sondern die Verbindung von Ozon mit verschiedenen Luftschadstoffen für die Reduzierung der Lungenfunktion verantwortlich ist.
Bei Menschen mit Ozonempfindlichkeit ist ein erhöhtes Risiko gegeben, Atemwegerkrankungen und unter Umständen auch Herz- und Kreislaufkrankheiten zu erleiden. Daher sollten sie sich an einigen einfachen Regeln in der warmen Jahreszeit orientieren:
- Erforderliche körperliche Anstrengungen sollten sie für den frühen Vormittag oder den Abend planen.
- Verzichten sie auf Aktivitäten im Freien bei zu hoher Luftkonzentration.
- Bei erhöhten Atembeschwerden ihren Arzt aufsuchen.
Insbesondere Allergiker, Asthmatiker und Patienten mit chronischer Bronchitis sind gefährdet, da sich das bereits bekannte Krankheitsbild deutlich verschlechtern kann.
http://www.lung.ch/uploads/media/Factsheet_Sapaldia_ozon_2007_d_07.pdf
http://www.lung.ch/de/themenschwerpunkte/luftverschmutzung/schadstoffquellen/hitze-und-schmerzende-lungen.html





Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.