Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Pneumokoniosen

(auch: Staublungenkrankheit)

Hierbei handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Lungenzwischengewebes, hervorgerufen durch das Einatmen von Stäuben. Die häufigsten Pneumokoniosen sind die Silikose (durch Quarzstaub), die Asbestose (durch Asbeststaub) und die Berylliose (durch Berylliumstaub).

Die Silikose gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten, die die Lunge betreffen; gefährdet sind Arbeiter im Bergbau, in Zementfabriken, bei Sandstrahlarbeiten und Arbeiten mit Keramik und Steingut. Oft liegen 20–30 Jahre zwischen dem Beginn der Staubbelastung und ersten im Röntgenbild sichtbaren Krankheitszeichen. Pneumokoniosen führen zur Lungenfibrose und begünstigen die Entstehung einer Tuberkulose.

Die Asbestose kann Lungenkrebs oder einen bösartigen Tumor der Pleura (Brustfell) verursachen (Pleuramesotheliom). Das Risiko erhöht sich, wenn zusätzlich geraucht wird. Therapeutisch lässt sich der Verlauf einer Pneumokoniose nicht beeinflussen. Verlaufskontrollen sollen rechtzeitig mögliche Komplikationen wie Tuberkulose und Lungenkrebs erkennen helfen.

Eine Beryllium-Exposition tritt bei Arbeitern von berylliumverarbeitenden Industriezweigen (z.B. Flugzeugbau, Zahntechnische Labors, Kernkraftwerke) durch Einatmung von berylliumhaltigem Staub auf.
Therapeutisch lässt sich der Verlauf einer Pneumokoniose nicht beeinflussen. Verlaufskontrollen sollen rechtzeitig mögliche Komplikationen wie Tuberkulose und Lungenkrebs erkennen helfen.

Im Spätstadium kann bei allen eine Langzeit-Sauerstoff-Therapie nötig werden.

Bei der Silikose, der Asbestose und der Berylliose handelt es sich um anerkannte Berufserkrankungen.