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COPD-Medikamente und Herz: Welche Risiken gibt es?

Vielen Asthma- und COPD-Medikamenten wird nachgesagt, dass sie zwar gut für die Lunge, aber evtl. schlecht fürs Herz sind. Was hat es damit auf sich?
Medical Tribune

Cineol bei COPD und Asthma

bluegum@stock.xchngCineol ist die Reinsubstanz von Eukalyptus. Der in der Natur vorkommende Eukalyptus enthält 80% des nötigen Wirkstoffes, der in Soledum forte auf 100% angereichert wird. Man nimmt davon täglich 2-4 Kapseln, jeweils eine Kapsel ca. eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten.

Es konnte gezeigt werden, dass Cineol die Entzündungsprozesse sowohl bei Asthma als auch bei der COPD verringert. Zusätzlich konnte die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen in den Atemwegen erhöht werden. Die Untersuchungen zeigten weiter, die Einnahme von Cineol zusätzlich zur sonstigen Medikation bringt eine deutliche Verminderung der akuten Verschlechterung (Exazerbation) bei Patienten mit mittelgradiger und schwerer COPD. Die Verminderungsrate liegt bei etwa 38%. Bei Patienten mit Asthma verbessert Cineol die Asthmakontrolle, erkennbar an einem leichten Anstieg der Lungenfunktion, einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und weniger nächtlicher Störungen. Cineol ist also durchaus eine gute Möglichkeit, die Therapie von COPD und Asthma zu unterstützen.

Quelle: Patientenveranstaltung Fürth/Bayern 2011

Bildnachweis: bluegum@stock.xchng

Verfahren zur Lungenvolumenreduktion

Seit den 1990er Jahren wird die chirurgische Lungenvolumenreduktion (LVRS) mit dem Ziel durch Entfernung von emphysematösen Gewebe die Überblähung zu reduzieren, eingesetzt. In einer Subgruppe von Patienten kam es dadurch zu einer Verbesserung der Lungenfunktion und der Lebensqualität.
Allerdings war bei diesem Verfahren die Gesamtsterblichkeit in den ersten 90 Tagen deutlich erhöht, so dass man nach minimal invasiven Eingriffen gesucht hat.

Endoskopische Verfahren zur Lungenvolumenreduktion

Bei Patienten mit einem heterogenen Emphysem, die in der Bodyplethysmogrphie eine FEV1 von 20 bis 45% sowie ein Residualvolumen von >150%, besser noch > 200% aufweisen kann der Einschluss in eines der mittlerweile vielen Studien geprüft werden.

Es gibt mittlerweile unterschiedliche Verfahren:

Reversible blockierende Verfahren
Das Prinzip besteht in einer endoskopischen Implantation von Einweg-Ventilen, die ein Entweichen der Luft bei der Ausatmung erlauben, jedoch ein Einströmen der Luft bei der Einatmung verhindern. Die Ventile werden über ein Bronchoskop eingebracht.
Eine erste größere Studie mit 321 Patienten zeigte gute Resultate im Hinblick auf den FEV1 und die Gehstrecke bei nur minimaler Komplikationsrate.
Ein unabhängiger Faktor für den Erfolg ist aber eine fehlende oder geringe kollaterale Ventilation zwischen den einzelnen Lungenabschnitten. Beim Emphysem gibt es leider häufig solche zusätzliche Kanäle, über die dann die durch die Ventile verschlossenen Lungenlappen retrograd doch wieder mit Luft gefüllt werden, so dass ein Erfolg ausbleibt. Mittlerweile gibt es aber schon Möglichkeiten, dies voraus zu eruieren.

Teilblockierende Verfahren
Hier wird mit Implantation von Coils gearbeitet.
Das sind Spiralen aus Nitinoldraht, die mit einem speziellen Introducer-System erst in gestreckten Zustand eingeführt werden. Nach Abladen nehmen sie dann , unter Mitnahme der Bronchien, ihre ursprüngliche Gestalt an.

Irreversible nicht blockierende Verfahren
Polymerische Lungenvolumenreduktion (PLVR)
Hier wird ein Hydrogelschaum in die Segmente des zerstörten Lungengewebes eingebracht mit dem Ziel der Gewebsschrumpfung durch einen entzündlichen Reiz.

Bronchoskopische Thermoablation
Hier wird durch Einbringen von heißem Wasserdampf das gleiche Ziel verfolgt.

Das Einsetzten von Spiralen, das Verkleben oder Verdampfen von Lungengewebe wird evt. als Alternative bei Patienten mit hoher kollateraler Ventilation gesehen.

Bronchiale Thermoplastie bei schwerem Asthma bronchiale
Hier wird die glatte Muskulatur der zentralen Atemwege zerstört und in, allerdings noch kleinen Studien, wurde gezeigt, dass die Asthmakontrolle und die Lebensqualität verbessert werden konnten.

Christa

Gemeinsamkeiten von Asthma und COPD

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird: Ist die Differenzierung von Asthma und COPD für die Behandlung und Prognose der Patienten tatsächlich von großer Bedeutung?

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass die Therapie von COPD und Asthma auf den gleichen Säulen steht: Die Bekämpfung der Obstruktion (Atemwegsverengung) und die Eindämmung der entzündlichen Prozesse. Allerdings sind Asthma und COPD trotz ähnlicher Symptome zwei völlig verschiedene Erkrankungen, die sich in Ursachen, Verlauf und Prognose unterscheiden.
Ausführliche Infos finden Sie hier: Ärzte-Zeitung.de