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Einträge mit dem Schlagwort Atemnot

wie ist das eigentlich mit der Atmung?

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Notfallplan bei Exazerbation

Notfall

N O T F A L L

Können Notfallpläne bei Exazerbation (Krankheitsschub) helfen?
Ja, Notfallpläne können den Betroffenen dabei helfen, vermehrte Beschwerden und eine akute Zunahme der Atemnot rechtzeitig als Exazerbation zu erkennen. Der Patient kann Verschlechterungen besser einschätzen und hat dann die Möglichkeit, schnell und angemessen auf diese zu reagieren.

Besprechen Sie Ihren persönlichen Notfallplan mit Ihrem behandelnden Arzt.

Der persönliche Notfallplan listet die typischen Symptome auf, die auf eine Exazerbation hindeuten.

Er beschreibt außerdem, wann es günstig ist, die Einnahme oder die Dosierung von Medikamenten abzuändern oder einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

Hilfreich ist außerdem, wenn auch Ihren Angehörigen dieser Notfallplan vorliegt.
Sorgen Sie dafür, dass Sie immer ausreichend Medikamente zur Verfügung haben. Dies gilt nicht nur für zu Hause, sondern auch für Ihren Arbeitsplatz oder im Urlaub.

Wenn es durch einen akuten Krankheitsschub oder eine andere Belastung zu deutlicher Zunahme Ihrer Atemnot kommt, sollten Sie darauf vorbereitet sein!

Für den „Fall der Fälle“ sollte auch das Folgende griffbereit liegen:
– Die Notrufnummer
– Telefonnummer Ihres Arztes oder eines Krankenhauses sowie von Personen, die Ihnen helfen können
– Ihre Medikamentenliste
– Ein letzter oder auch alter Arztbrief

Bildnachweis: hbrinkman@stock.xchng.hu

Mehrheit für strenges Rauchverbot

Bayern: Beim Volksentscheid zum Rauchverbot in der Gastronomie haben die Befürworter einer strengen Regelung klar gewonnen.
Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis stimmten 61,O Prozent für den Volksentscheid und 39,O Prozent dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,7 Prozent. Zum Volksentscheid aufgerufen waren 9,4 Millionen Bürger.
Das Rauchen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten wird nun ausnahmslos verboten. Bayern erhält damit das bundesweit strengste Rauchverbot. Die neuen Regelungen werden schon zum 1. August in Kraft treten.

Weitere Informationen:

Nichtraucherschutz-Bayern
Focus online
Zeit online

Interstitielle Lungenerkrankungen bei Systemerkrankungen I

Sarkoidose

Sarkoidose, auch Morbus Boeck genannt, ist eine Erkrankung, bei der es zur Bildung von Granulomen (mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen) kommt. Diese Granulome können sich überall im Körper bilden und somit eine Vielzahl von Beschwerden oder Symptomen verursachen.
Die Ursache der Sarkoidose ist unbekannt. Forscher vermuten, dass die Erkrankung teils durch die Gene, teils durch Umweltfaktoren bestimmt wird. Mittlerweile sind Gen-Veränderungen bekannt, welche das Risiko für Sarkoidose erhöhen.

Die aktuelle Vorstellung der medizinischen Experten geht von folgendem Szenarium aus:
Durch einen bislang nicht näher bestimmten Auslöser wird das Immunsystem des Körpers aktiviert. Dabei kommt es zu einer Abwehrreaktion im Körper, und zwar in Form einer Einlagerung von Zellen des Immunsystems im Bindegewebe des betroffenen Organs. Ergebnis dieses Prozesses ist die Bildung von sogenannten Granulomen, gutartige Knötchen.
Die Krankheit umfasst eine Reihe von Unterformen und verschiedene Verlaufsformen.

In nahezu allen Fällen der Sarkoidose wird die Lunge befallen. Daher wurde die Sarkoidose früher auch als Erkrankung der Lunge gedeutet, da sie als das am häufigsten betroffene Organ zu nennen ist.

Als Mittel der ersten Wahl gilt das Kortison, um das Entzündungsgeschehen zu unterdrücken und immunologische Reaktionen zu dämpfen. Voraussetzung für diese Wirkung ist allerdings, dass höhere Dosen des Hormons verabreicht werden, als sie der Körper normalerweise produziert. Dieser Hormonüberschuss birgt aber das Risiko unerwünschter Wirkungen.

Die Sarkoidose wird unterteilt in zwei Verlaufsformen – nämlich akut und chronisch. Außerdem kann sie verschiedene Organe betreffen. Demzufolge sind unterschiedliche Therapien notwendig.

Die Prognose der plötzlich auftretenden Verlaufsform ist relativ günstig.
Bei günstigem chronischem Verlauf kommt es zum Stillstand der Erkrankung (ca. 40–60% der Fälle).

Lungenembolie

Löst sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß und wird weitergetragen in ein anderes Gefäß, wo es sich festsetzt, spricht man von einer Embolie. Erreicht so ein Blutgerinnsel die Lungenarterien, spricht man von einer Lungenembolie. Das Blutgerinnsel verstopft die Arterie, in der Folge wird das Lungengewebe, das von dieser Arterie versorgt wird, mangeldurchblutet. Die meisten Lungenembolien verlaufen ohne Symptome und unbemerkt.

Ursachen

Etliche Vorerkrankungen oder Operationen erhöhen dir Wahrscheinlichkeit, das sich ein Blutgerinnsel in den unteren großen Körpervenen bildet. Bei erhöhtem Druck im Bauchraum (Husten Niesen, Pressen auf der Toilette) kann sich dieser Thrombus lösen und in die Lunge gelangen. Risikofaktoren für die Entstehung einer Thrombose sind:

  • Eine veränderte Blutgerinnung
  • Inaktivität (etwa längeres Sitzen bei Reisen)
  • Operationen, v.a. Eingriffe im Unterleib, Hüft-oder Kniegelenksoperationen
  • Verletzungen, z.B. Knochenbrüche
  • Bettlägerigkeit: insbesondere ältere Menschen und Frischoperierte sollten so schnell wie möglich mobilisiert werden.
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • Die „Pille“, vor allem im Zusammenhang mit Rauchen
  • Krebserkrankungen (bösartig)
  • Herzinsuffizienz
  • Schlaganfall
Symptome

Je größer das Blutgerinnsel, desto mehr Beschwerden. Je kleiner das Blutgerinnsel, desto weniger oder gar keine Beschwerden. Bei einer großen Lungenembolie treten folgende Beschwerden schlagartig auf:

  • Atemnot
  • Plötzliche Brustschmerzen, vor allem beim Einatmen
  • Husten (evtl. blutig)
  • Schweißausbruch
  • Angst, Unruhe, Beklemmungsgefühl
  • Gestaute Halsvenen
  • Schneller Puls (Tachykardie)
  • Bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten auf Grund des Sauerstoffmangels (Zyanose), am auffälligsten: die Verfärbung von Lippen und Fingernägeln.
  • Plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope)

Die Beschwerden können auch schubweise auftreten, wenn sich das Gerinnsel nur langsam löst und in Etappen eingeschwemmt wird.

Diagnose

Der Arzt stellt die Diagnose anhand einiger technischer Untersuchungen:

  • Das Elektrokardiogramm (EKG) zeigt bei größeren Embolien typische Veränderungen.
  • Untersuchung der Blutgase bzw. Sauerstoffsättigung
  • Blutabnahme zu Nachweis von so genannten D-Dimeren. Bei einer Lungenembolie ist die Konzentration von D-Dimeren erhöht.
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie)
  • Computertomografie der Lunge mit Kontrastmittel
  • Kontrolle der Lungenbelüftung und -durchblutung (Lungen-Szintigrafie)
  • Darstellung der Lungengefäße mit Kontrastmittel (Pulmonalangiographie)
  • Ultraschall er Beinvenen (Doppler-Sonografie) und Kontrastmitteldarstellung der Venen (Phlebographie), um die verursachende Thrombose zu finden.
Therapie

Wichtig bei einer Lungenembolie sind: Bettruhe, Schmerzbekämpfung und die Gabe von Sauerstoff. Es wird sofort eine Behandlung mit Heparin eingeleitet, damit das Gerinnsel nicht weiter wächst und sich auch keine weiteren Gerinnsel bilden können. In einigen Fällen bei großem Embolien wird eine so genannte Lyse-Therapie eingeleitet, die das Gerinnsel durch Medikamente auflöst. Selten wird ein Thrombus operativ oder mit einem Katheter entfernt.

Vorbeugung

Die blutgerinnungshemmende Therapie wird meist fortgesetzt mit Tabletten oder Spritzen. Unter Umständen muss diese Therapie ein Leben lang erfolgen. Bilden sich trotz der Therapie immer wieder Thromben, so kann eine Art Sieb (Cava-Schirm) in die Hohlvene eingesetzt werden, das hindert den Thrombus daran, in die Lunge zu gelangen.

Prognose

Nach überstandener Lungenembolie muss die Grunderkrankung behandelt werden, um einem erneuten Blutgerinnsel vorzubeugen. In seltenen Fällen entwickelt sich ein chronischer Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie). Bei 3-4% endet eine Lungenembolie tödlich. Komplikationen einer Lungenembolie:

  • Entzündung des Brustfells (Pleuritis)
  • Absterben des betroffenen Lungenteiles (Lungeninfarkt) mit blutigem Husten
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Schädigung des Herzens (Rechtsherzversagen)

Pneumothorax

Als Pneumothorax bezeichnet man eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, dort, wo sich normalerweise keine Luft befinden sollte. Dadurch bedingt kollabiert ein Lungenflügel, wodurch es zu einer unzureichenden Atemfunktion der Lunge kommt.

Man unterscheidet je nach Ursache vier Formen dieser Erkrankung:

  • Spontanpneumothorax, der ohne eine vorbestehende Lungenerkrankungen auftritt
  • Symptomatischer Pneumothorax, der durch eine Vorerkrankungen der Lunge hervorgerufen wird Traumatischer Pneumothorax, der durch Verletzungen verursacht wird
  • Spannungspneumothorax (auch Ventilpneumothorax genannt), bei dem sich infolge eines Ventilmechanismus der Raum zwischen Lunge und Rippen immer weiter mit Luft füllt, wobei diese aber nicht entweichen kann

Zu Beginn äußert sich die Erkrankung meistens durch ein plötzliches Schmerzereignis. Später kommen hinzu – häufig Reizhusten, Husten und örtlich beschränkte, atemabhängige und stechende Schmerzen bei zunehmender Luftnot mit einer flacher Atmung.

Beim Spannungspneumothorax schreitet die Erkrankung sehr rasch voran, mit stark zunehmender Luftnot und hoher Herzfrequenz und u.U. mit einem kardiogenen Schock mit Herz-Kreislaufversagen, Zyanose (Blaufärbung von Lippen, Haut und Schleimhäuten infolge starken Sauerstoffmangels), Blutdruckabfall und aufgestaute Halsvenen (venöse Einflussstauung). Hier ist als weiteres Symptom die asymmetrische Atmung, bei der die erkrankte Seite kleinere Atembewegungen ausführt und zeitlich verzögert ist, festzustellen.

Bei einem Spannungspneumothorax und bei einem traumatischen Pneumothorax ist die Bildung eines Hautemphysems möglich, was bedeutet, dass die Luft unter die Körperhaut eindringt und sich im Unterhautfettgewebe ansammelt. Dies ist hörbar durch knisternde Geräusche unter der Haut und durch Schwellungen sichtbar.

Somit ist bei jeder unklaren Atemnot auch unbedingt an einen Pneumothorax zu denken, besonders wenn Vorerkrankungen der Lunge bekannt sind oder es sich um plötzlich auftretende Beschwerden handelt.