Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Einträge mit dem Schlagwort Atemtherapie

Lernen Sie, Ihren Atem gezielt fließen zu lassen

Atemübungen helfen Ihnen, Ihre Energie bewusst zirkulieren zu lassen und unerwünschte Blockaden im Körper aufzulösen. Damit können Sie direkt auf Ihre Stimmung einwirken und ihre Lebensfreude wecken.

Sie werden empfohlen bei allen Atemfunktionsstörungen, Erschöpfungszuständen, Angst- und Panikzuständen, Depressionen, extremen Stimmungsschwankungen, starken Verspannungen und Verkrampfungen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen und Ihrer Gesundheit das noch nicht ausreicht, sollten Sie eine professionelle Atemtherapie in Betracht ziehen.

 

Lassen Sie Ihren Atem in den Bauchraum fließen

  • Stellen Sie sich gerade hin, strecken Sie die Arme nach oben. Dabei atmen Sie tief in den Bauch ein. Beim Ausatmen lassen Sie die Arme locker zur Seite fallen und entlassen den Atem mit einem herzhaften “ho” aus Ihrem Körper. Wenn Ihnen das mehr liegt, dürfen Sie auch stöhnen, seufzen oder andere Töne von sich geben.
  • Setzen Sie sich entspannt auf einen Hocker und lenken Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Hände, die locker auf Ihren Oberschenkeln liegen. Die Ausgangshaltung Ihrer Hände ist eine lockere Faust, Ihre Hände öffnen und schließen sich im Rhythmus Ihres ruhigen Atems. Beim Einatmen öffnen Sie die Hand, dehnen die Finger und strecken den Handteller, beim Ausatmen wird die Hand wieder weich und schließt sich ganz entspannt.
  • Sie sitzen weiterhin auf dem Hocker, tragen nun aber in Gedanken einen kleinen Ball vor dem Bauch. Diesen heben Sie nun mit angewinkelten Armen auf Ihren geöffneten Handflächen nach oben, dabei atmen Sie tief ein. Senken Sie beim Ausatmen den Ball wieder. Dabei kehren Sie die Handflächen nach unten, als wollten Sie den Ball aufprellen lassen. Heben und senken Sie den Ball weiter im Atemrhythmus.
von Sylvia Schneider

Atemtherapie

Richtig atmen heißt, die Atemluft ohne Anstrengung ganz in Bauch und Becken strömen zu lassen.
Atemtherapie soll helfen Störungen und Krankheiten von Lunge und Stimmapparat zu mindern oder gar zu beheben, sowohl vorbeugend als auch nach schweren Operationen oder Lungenfunktionsstörungen.

Die Atemtherapie dient vor allem dazu, Lungenentzündungen vorzubeugen (Pneumonieprophylaxe), Schleim im Lungenbereich zu lösen (Sekretlösung und -transport) sowie ein stabiles Bronchialsystem aufzubauen bzw. stützen, vorwiegend bei obstruktiven Erkrankungen wie chronischer Bronchitis, COPD, Asthma und Mukoviszidose.

Die Atemtherapie soll helfen, Atemnot durch die Mobilisierung des Brustkorbes zu verringern und damit gleichzeitig die Vitalkapazität zu verbessern. Die Lockerung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur des Oberkörpers soll die Atemarbeit ebenso erleichtern. Es ist möglich, die Atemtechnik so zu verfeinern, dass sich die Sauerstoffversorgung der Körpergewebe bessert. Sehr wichtig hierbei ist das Zwerchfell. Die tiefe Bauchatmung kann trainiert werden. Bei alten und bettlägerigen Menschen wird die Atemtherapie genutzt, um die Verkümmerung ihrer Atemorgane zu verhindern. Während der Schwangerschaft sind Atemübungen ein elementarer Bestandteil der Geburtsvorbereitung.

Erwiesen ist, dass die richtige Atmung die Durchblutung verbessert und so die Sauerstoffversorgung des ganzen Organismus optimiert.