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Lippenbremse bei COPD-Lungenemphysem

LippenbremseDie Lippenbremse als Atemtechnik bei COPD/Lungenemphysem

Bei der Ausatmung wird das Volumen der Lunge und auch der Querschnitt der Atemwege verringert. Wer also z. B. durch eine chronisch obstruktive Bronchitis ohnehin verengte Bronchien hat, kann die verbrauchte Atemluft kaum loswerden und fühlt sich schnell überbläht. Die geschieht meistens bei Belastung, da hier bei einsetzender Atemnot oft gepresst und angestrengt geatmet wird.

Hier kommt die dosierte Lippenbremse zum Einsatz. Bei dieser Atemtechnik legt man die Lippen leicht übereinander (nicht pressen) und atmet dabei gegen den Widerstand aus. Die Bronchien bleiben durch den erhöhten Innendruck länger geöffnet und die Ausatemluft kann länger und gleichmäßiger ausströmen.

Menschen mit COPD können durch diese Technik, wenn sie rechtzeitig und richtig eingesetzt wird, einer Überblähung der Lunge vorbeugen und so außergewöhnliche Atemnot vermeiden. Lassen Sie sich von Ihrem Atemtherapeuten diese Atemtechnik zeigen.

Thymian – bewährt bei Bronchitis und Husten

Thymian

Thymian

Heilkräuter und ihre Bedeutung in der Medizin

Thymian (Thymus vulgaris L. und Thymus zygis L.) gehört zu den uralten Heilpflanzen. Schon die alten Ägypter nutzten die Wirkkräfte dieses duftenden Strauchs. Im frühen Mittelalter brachten Benediktiner die Arznei- und Gewürzpflanze über die Alpen nach Mitteleuropa. Thymian wird heute in der Medizin bei akuter und chronischer Bronchitis, Husten und allgemeinen Katarrhen der oberen Atemwege eingesetzt.

Würzig-aromatischer Duft

Der Garten- oder Echte Thymian (Thymus vulgaris L.) ist ein reich verzweigter Zwergstrauch, der 10 bis 30 cm hoch wird. Seine elliptischen Blätter sind auf der Unterseite dicht mit weißfilzigen Haaren besetzt. Die hellvioletten, ährigen Blüten zeigen sich von April bis Juli. Der Echte Thymian wächst in Mittel- und Südeuropa, in den Balkanländern und im Kaukasus wild, wird aber in Mitteleuropa, Ostafrika, Indien, der Türkei, Israel, Marokko und den USA auch kultiviert. Dies stellt eine hohe Qualität der. Inhaltsstoffe für die Arzneimittelherstellung sicher. Der Spanische Thymian (Thymus zygis L.) trägt weiße Blüten und wird auf der Iberischen Halbinsel angebaut.

Wohltuende ätherische Öle für Tee und Bäder

Für die Heilpflanze verwendet man die getrockneten Laubblätter und Blüten. Sie haben einen würzig-aromatischen Duft und einen leicht bitteren Geschmack. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind hauptsächlich ätherische Öle aus den Phenolen Thymol und Carva-crol. Auch Flavonoide und andere wertvolle Stoffe sind enthalten. Neben der inneren Anwendung in Form von Tees, Dragees, Hustentropfen und Hustensäften gibt es auch Thymianbäder, denen Thymianöl zugesetzt wird. Für ein Vollbad benötigt man 150 g Thymianextrakt und mind. 0,5 % Thymianöl (Gegenanzeigen für Vollbäder: Schwere fiebrige Erkrankungen, akute Hauterkrankungen und Herzinsuffienz bzw. Hypertonie). Auch als antiseptischer Zusatz zu Gurgel-, Mund- und Rasierwasser ist Thymianöl beliebt. Wegen seiner positiv hautreizenden Wirkung wird es sogar Salben und Einreibungsmitteln gegen Ischias und Radikulitis beigemischt.

Thymianwirkstoffe auch bei Kindern gut verträglich

Auch in der Naturheilkunde ist Thymian besonders wegen seiner heilsamen Wirkung auf die Atemwegsorgane beliebt. Er wirkt schleimlösend, entzündungshemmend, bronchienerweiternd, antiviral und antibakteriell. In Studien wurde nachgewiesen, dass auch pflanzliche Heilmittelkombinationen, die Thymianextrakte enthalten, z.B. in Tablettenform, bei akuter Bronchitis mit produktivem Husten, auch Keuchhusten, wirksam sind. Diese sind auch für Kinder und Jugendliche gut verträglich. Kreuzallergene Wirkungen, z.B. bei Birkenpollenallergie, sind jedoch in Einzelfällen möglich und sollten vorab in der Apotheke geklärt werden.

Rezept für Husten- und Bronchialtee:

Mischen Sie 15 g bitteren Fenchel, 35 g Spitzwegerich, 20 g Süßholzwurzel und 30 g Thymian zu einer Kräutermischung. Einen Teelöffel der Kräutermischung pro Tasse mit heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Ggf. mit Honig süßen. Trinken Sie davon am besten 3x täglich eine Tasse.

COPD – Definition

COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease(chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und bezeichnet eine Gruppe von Lungenerkrankungen mit gleichartiger Symptomatik.

Von einer COPD spricht man, wenn eine oder mehrere der folgenden Lungenkrankheiten vorliegen:

Eine COPD ist gekennzeichnet durch verengte (obstruktive) Bronchien und/oder einem überblähten Lungengewebe (Emphysem).
Diese krankhaften Veränderungen sind verantwortlich für die vordergründigen Symptome einer COPD:

Husten,  Atemnot und Auswurf.

Chronisch obstruktive Bronchitis

Die chronisch obstruktiven Bronchitis (COB) ist eine dauerhafte Erkrankung der Lunge und zählt zur Gruppe der sogenannten COPD (engl.: chronic obstructive pulmonary disease). Eine COPD ist keine eigenständige Krankheit, sondern bezeichnet mehrere Erkrankungen der Lunge, die eine ähnliche Symptomatik zeigen.

Als Obstruktion wird die Verengung der Bronchien bezeichnet. Die Bronchialmuskulatur ist verkrampft und drückt so die Bronchien zusammen. Durch die ständige Entzündung schwellen die Schleimhäute der Bronchien an und verengen so zusätzlich die Atemwege.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann auch ein Lungenemphysem entstehen.
Die chronisch obstruktive Bronchitis äußert sich vor allem durch die sogenannten AHA-Symptome:

  • Auswurf
  • Husten
  • Atemnot

Als möglicher Auslöser der Erkrankung steht an erster Stelle inhalatives Tabakrauchen. Daneben spielen verschiedene Umweltfaktoren und berufliche Expositionen eine Rolle bei der Entstehung einer chronisch obstruktiven Bronchitis.

Die chronisch obstruktive Bronchitis ist nicht heilbar und erfordert eine lebenslange Therapie.

Wenn das Atmen schwer fällt

Chronischer Husten

Wer bereits am Morgen mit Husten aufwacht, sollte dies als Warnsignal betrachten. Denn dahinter könnte sich eine chronische Lungenkrankheit verbergen

Chronischer Husten und Atemnot

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung – kurz COPD (aus dem Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“) genannt – ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Krankheitszustand, der durch eine nicht oder nur teilweise reversible Einschränkung des Atemflusses charakterisiert ist. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch massive Schleimbildung in den Atemwegen. Dadurch kommt es zu chronischem Husten und zunehmender Atemnot bei körperlicher Belastung.
Unter dem Begriff COPD werden chronische Bronchitis, eine Verengung der Atemwege und das pulmonale Emphysem (= irreversible Vergrößerung des Luftraumes mit Zerstörung der Lungenbläschen) zusammengefasst.

Risikofaktoren

COPD ist weltweit die häufigste chronische Atemwegserkrankung. In Europa und den USA gilt COPD als vierthäufigste Todesursache und wird nach Einschätzung der WHO im Jahre 2020 weltweit auf dem dritten Platz rangieren.
Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer COPD ist das Zigarettenrauchen, wobei die Gesundheitsgefährdung, die durch das Passivrauchen entsteht, noch immer stark unterschätzt wird. Des Weiteren scheinen genetische Faktoren eine Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit zu spielen. Auch das Einatmen schädigender Stäube und Gase zählt zu den Risikofaktoren. Virale und bakterielle Infektionen tragen darüber hinaus zu akuten Verschlechterungen bei.

Vorbeugung ist möglich

Die wichtigste präventive Maßnahme ist – nicht zu rauchen! Für die Raucherentwöhnung gibt es zahlreiche Möglichkeiten -fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne!
Patienten, die bereits an einer COPD leiden, sollten zudem schädigende Stäube meiden und sich gegen Influenza und Pneumokokken impfen lassen