Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

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Von einem Schreck zum Anderen

Alle Symptome deuteten darauf hin. Ich hatte mir einen Infekt zugegezogen.
Gliederschmerzen, kraftlos, nur müde und Husten, Husten, Husten.
Trockener Husten, brodelnd in den Bronchien, tagsüber und auch in der Nacht, dann auch noch Fieber, eine Exacerbation *1 war da.

Mit Tee, Inhalationen und dann mit Antibiotika versuchte ich gegen die Verschleimung und die damit verbundene Atemnot anzugehen.
Dann konnte ich endlich abhusten, verdächtig in der Farbe, d.h. die grünliche Verfärbung war da.

Zu meinem Schrecken war das Sputum jedoch gut zur Hälfte auch noch blutig. Ich huste Blut.

Nicht die kleinen Blutfädchen, die sich schon mal nach Hustenreiz zeigen, wenn ein kleines Äderchen im Hals reist.
Nein, das war mehr und hat mich mächtig erschreckt.

Am nächsten Tag stand ich ohne Termin beim Lungenarzt und bat um Hilfe. Er schickte mich direkt zum Röntgen.
Die Aufnahmen wurden gemacht und die Röntgenärztin rief mich zum Gespräch.

„Die Aufnahmen ergeben kein Karzinom und es ist auch keine Einblutung zu erkennen. Ihre Lunge stellt sich kaum verändert zu den Aufnahmen von vor 5 Jahren dar“.

Ich war so erleichtert.

Ich konnte mit dem Arztbericht direkt wieder in die Lungenpraxis gehen.

Auf dem Weg schaute ich mir den Bericht an, was stand da????

….. zeichnet sich eine beginnende Fibrose ab

Was? Ich dachte alles in Ordnung und dann das und ohne ein Wort, nur diese Buchstaben auf dem Blatt in meiner Hand. 

Und wieder fuhr der Schreck mit Macht in mich.

Völlig aufgelöst kam ich im Obergeschoss an. Meine Seelenlage war sicher deutlich zu sehen und mein Lungenfacharzt nahm sich auch direkt wieder Zeit für mich.

Aus der Röntgenabteilung lud er sich die aktuellen Bilder auf den Schirm, studierte sie intensiv und sagte dann:

1000%ig, Sie haben keine Fibrose. Das was sich für die Kollegen so darstellt, sind die Auswirkungen der derzeitigen  Bronchitis. Eine Fibrose, nein niemals.

Erleichterung, Klappe die Zweite. Gerne habe ich diese Erklärung angenommen, ich vertraue ihm.

Zur Abklärung der Lage meines Emphysems war schon vor einiger Zeit ein CT-Termin*2 vereinbart. Diese Untersuchung  wird dann hoffentlich  die Aussage meines Lufa  – keine Fibrose – noch untermauern.

Mein persönliches Fazit aus diesem Erlebnis ist:

Verrückt machen nutzt nichts, Fakten – und dann am besten immer mindestens  zwei Meinungen.

 

*1  Exacerbation – Die akute Exacerbation ist eine plötzliche Verschlechterung der COPD. Als Leitsymptome treten Atemnot, vermehrter Husten und verstärkt eitriger Schleim auf
*2  Computertomographie – Abkürzung CT, ist die rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes, um daraus ein Schnittbild zu erzeugen
*3 Als Lungenemphysem wird eine nicht mehr rückgängig zu machende Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen (Lungenbläschen, Alveolen) der Lunge bezeichnet

Bildnachweis: 770824 @ stock.xchng

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist eine Röntgenuntersuchung, die Schicht für Schicht Bilder von den Organen und Geweben des Körpers macht. Im Gegensatz zum herkömmlichen Röntgen sind Veränderungen oft besser zu sehen. Aus diesem Grund wird in der Krebsmedizin die Computertomographie eingesetzt, um den Verdacht auf eine Tumorerkrankung abzuklären oder den Verlauf während einer Behandlung zu kontrollieren.
Häufig angewendet wird die CT zur Untersuchung schwer und vermutlich mehrfach verletzter Unfallopfer oder bei Kopfverletzungen, aber auch, um Knochenbrüche und innere Verletzungen und Organveränderungen darzustellen.

Bei Bedarf erhalten Patienten vor der Untersuchung ein Mittel, welches den Kontrast zwischen benachbarten Strukturen, Organen und Geweben erhöht.

Ein Computertomograph misst mit einer Röntgenröhre und gegenüberliegenden Detektoren, in welchem Maße die von der Röntgenröhre ausgehende Strahlung durch das Gewebe im Körper abgeschwächt wird. Mit einer Abtasteinheit wird der Patient, der auf einer Liege durch einen kurzen Tunnel geschoben wird, untersucht.
Ein Computer berechnet die erhaltenen Werte.

Obwohl sie mit einer vergleichsweise hohen Strahlenbelastung einhergeht, ist die Computertomographie nicht beliebig gegen andere bildgebende Verfahren austauschbar. Hier ist entscheidend die Abwägung von Risiko und Nutzen.