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Einträge mit dem Schlagwort Exazerbation

Cineol bei COPD und Asthma

bluegum@stock.xchngCineol ist die Reinsubstanz von Eukalyptus. Der in der Natur vorkommende Eukalyptus enthält 80% des nötigen Wirkstoffes, der in Soledum forte auf 100% angereichert wird. Man nimmt davon täglich 2-4 Kapseln, jeweils eine Kapsel ca. eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten.

Es konnte gezeigt werden, dass Cineol die Entzündungsprozesse sowohl bei Asthma als auch bei der COPD verringert. Zusätzlich konnte die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen in den Atemwegen erhöht werden. Die Untersuchungen zeigten weiter, die Einnahme von Cineol zusätzlich zur sonstigen Medikation bringt eine deutliche Verminderung der akuten Verschlechterung (Exazerbation) bei Patienten mit mittelgradiger und schwerer COPD. Die Verminderungsrate liegt bei etwa 38%. Bei Patienten mit Asthma verbessert Cineol die Asthmakontrolle, erkennbar an einem leichten Anstieg der Lungenfunktion, einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität und weniger nächtlicher Störungen. Cineol ist also durchaus eine gute Möglichkeit, die Therapie von COPD und Asthma zu unterstützen.

Quelle: Patientenveranstaltung Fürth/Bayern 2011

Bildnachweis: bluegum@stock.xchng

Von einem Schreck zum Anderen

Alle Symptome deuteten darauf hin. Ich hatte mir einen Infekt zugegezogen.
Gliederschmerzen, kraftlos, nur müde und Husten, Husten, Husten.
Trockener Husten, brodelnd in den Bronchien, tagsüber und auch in der Nacht, dann auch noch Fieber, eine Exacerbation *1 war da.

Mit Tee, Inhalationen und dann mit Antibiotika versuchte ich gegen die Verschleimung und die damit verbundene Atemnot anzugehen.
Dann konnte ich endlich abhusten, verdächtig in der Farbe, d.h. die grünliche Verfärbung war da.

Zu meinem Schrecken war das Sputum jedoch gut zur Hälfte auch noch blutig. Ich huste Blut.

Nicht die kleinen Blutfädchen, die sich schon mal nach Hustenreiz zeigen, wenn ein kleines Äderchen im Hals reist.
Nein, das war mehr und hat mich mächtig erschreckt.

Am nächsten Tag stand ich ohne Termin beim Lungenarzt und bat um Hilfe. Er schickte mich direkt zum Röntgen.
Die Aufnahmen wurden gemacht und die Röntgenärztin rief mich zum Gespräch.

„Die Aufnahmen ergeben kein Karzinom und es ist auch keine Einblutung zu erkennen. Ihre Lunge stellt sich kaum verändert zu den Aufnahmen von vor 5 Jahren dar“.

Ich war so erleichtert.

Ich konnte mit dem Arztbericht direkt wieder in die Lungenpraxis gehen.

Auf dem Weg schaute ich mir den Bericht an, was stand da????

….. zeichnet sich eine beginnende Fibrose ab

Was? Ich dachte alles in Ordnung und dann das und ohne ein Wort, nur diese Buchstaben auf dem Blatt in meiner Hand. 

Und wieder fuhr der Schreck mit Macht in mich.

Völlig aufgelöst kam ich im Obergeschoss an. Meine Seelenlage war sicher deutlich zu sehen und mein Lungenfacharzt nahm sich auch direkt wieder Zeit für mich.

Aus der Röntgenabteilung lud er sich die aktuellen Bilder auf den Schirm, studierte sie intensiv und sagte dann:

1000%ig, Sie haben keine Fibrose. Das was sich für die Kollegen so darstellt, sind die Auswirkungen der derzeitigen  Bronchitis. Eine Fibrose, nein niemals.

Erleichterung, Klappe die Zweite. Gerne habe ich diese Erklärung angenommen, ich vertraue ihm.

Zur Abklärung der Lage meines Emphysems war schon vor einiger Zeit ein CT-Termin*2 vereinbart. Diese Untersuchung  wird dann hoffentlich  die Aussage meines Lufa  – keine Fibrose – noch untermauern.

Mein persönliches Fazit aus diesem Erlebnis ist:

Verrückt machen nutzt nichts, Fakten – und dann am besten immer mindestens  zwei Meinungen.

 

*1  Exacerbation – Die akute Exacerbation ist eine plötzliche Verschlechterung der COPD. Als Leitsymptome treten Atemnot, vermehrter Husten und verstärkt eitriger Schleim auf
*2  Computertomographie – Abkürzung CT, ist die rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes, um daraus ein Schnittbild zu erzeugen
*3 Als Lungenemphysem wird eine nicht mehr rückgängig zu machende Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen (Lungenbläschen, Alveolen) der Lunge bezeichnet

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Komplikationen bei COPD

Komplikationen bei COPD

Welche Komplikationen sind bei der COPD möglich?

Die COPD umfasst die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

Akute Exazerbationen

Die Leitsymptome der akuten Exazerbation sind außergewöhnliche Atemnot, vermehrter Husten und verstärkt eitriger Schleim. Weitere Symptome sind Fieber, Abgeschlagenheit sowie ungewöhnlich schlechte Blutgaswerte und eine ungewöhnlich reduzierte Lungenfunktion.

Herzinfarkt oder Schlaganfall

Studien haben gezeigt, dass eine Verschlechterung der COPD das Risiko für Herzinfarkte und ischämische Schlaganfälle (Hirninfarkt) erhöht. Andere Komplikationen sind rechtsseitige Herzinsuffizienz oder Cor pulmonale (Herz Schwellung und Herzversagen aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung).

Hoher Blutdruck

COPD kann Bluthochdruck in den Lungenarterien (pulmonale Hypertonie) verursachen.

Lungenentzündung

Diese kann durch eine bakterielle Infektion, die möglicherweise zu Lungenversagen führt, verursacht werden. Erreger primärer Lungenentzündungen sind z. B. Staphylokokken Pneumokokken, Chlamydien und Legionellen sowie das Grippevirus Adenovirus und Parainfluenzaviren.

Pneumothorax

Strukturelle Schäden, die durch eine COPD verursacht werden, können zum Kollabieren der Lunge führen, so dass die Atemluft in den Brustraum austritt.

Depression

Psychische Krankheitsfolgen und Einschränkungen der Lebensqualität sind bei COPD häufig. Zunehmende Atemnot führt oftmals zu Beeinträchtigungen im Berufs- und Familienleben. Angst und Depressionen sind daher keine seltene Ausnahme.

COPD – Der Winter kommt

Ein starkes Immunsystem kann Infekte verhindern

Rechtzeitig das Immunsystem stärken!

Um sich auf die kommende kalte Jahreszeit optimal vorzubereiten, ist es wichtig, auch das Immunsystem wieder in Schwung zu bringen: Trockene Heizungsluft schränkt den natürlichen Schutz der Schleimhäute ein und macht so Platz für Krankheitserreger, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Besonders gefährdet sind immunge­schwächte Personen, die durch bestimmte Krankheiten wie chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD), oder aufgrund einer Organtransplantation eine herabgesetzte Abwehrbereitschaft haben.

Vitamin C: Wie viel ist nötig?

Um das Immunsystem zu stärken, ist es wichtig, neben ausreichendem Schlaf und der Vermeidung von Stress auch auf eine gesunde Ernährung zu achten. Bedeutsam ist hier das Vitamin C, das sich nicht nur in Zitrusfrüchten, sondern auch in Paprika, Brokkoli, Hagebutten, Johannisbeeren, Kiwis, Acerola-Kirschen, Sanddorn und Bärlauch findet. Bei der Lagerung und beim Kochen gehen allerdings viele Inhaltsstoffe verloren. Raucher, Schwangere und Stillende, Perso­nen ab 65 Jahren sowie Personen mit beruflichem Stress brauchen in der Regel mehr Vitamin C. Wer nicht genug Obst und Gemüse zu sich nehmen kann, kann auch auf Vitamin-C-Präparate aus der Apotheke zurückgreifen. Dies ist bedenkenlos möglich, da es im Fall eines Überschusses einfach wieder ausgeschieden wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernäh­rung empfiehlt 100 mg Vitamin C pro Tag für gesunde Erwachsene, bei Bedarf auch mehr.

Zink für eine gute Immunabwehr

Auch Zink spielt für die Immu­nabwehr eine essentielle Rolle, denn es hat eine immunstimu­lierende, antivirale und antioxi­dative Wirkung. Studien haben gezeigt, dass viele Menschen in Deutschland mit diesem Spu­renelement unterversorgt sind. Zink muss jedoch regelmäßig aufgenommen werden, weil es an vielen Stoffwechselreaktio­nen und an der Bildung von über 400 lebenswichtigen Enzymen des Körpers beteiligt ist. Es kann nicht gespeichert werden.

Reicht die Aufnahme von Zink über die Nahrung?

Nur 10 bis 40 Prozent des über die Nahrung aufgenommenen Zink wird verwertet. Besonders gut geht dies, wenn es an den körpereigenen Eiweißstoff Histidin gebunden ist. Zinkreiche Nahrungsmittel sind Getreide, Eier, Hülsenfrüchte, Fleisch und Käse. Personen mit einseitiger Ernährung, Heim- und Kran­kenkost, Vegetarier, aber auch Leistungssportler, Diabetiker und Personen nach Herzinfarkt oder Operationen haben einen erhöhten Zinkbedarf. Die Deut­sche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die tägliche zusätzliche Zufuhr von 7 mg bei Frauen und 10 mg bei Männern (WHO: 15 mg Zink pro Tag für alle).

Quelle: Laurentius Apotheke Nürnberg
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Notfallplan bei Exazerbation

Notfall

N O T F A L L

Können Notfallpläne bei Exazerbation (Krankheitsschub) helfen?
Ja, Notfallpläne können den Betroffenen dabei helfen, vermehrte Beschwerden und eine akute Zunahme der Atemnot rechtzeitig als Exazerbation zu erkennen. Der Patient kann Verschlechterungen besser einschätzen und hat dann die Möglichkeit, schnell und angemessen auf diese zu reagieren.

Besprechen Sie Ihren persönlichen Notfallplan mit Ihrem behandelnden Arzt.

Der persönliche Notfallplan listet die typischen Symptome auf, die auf eine Exazerbation hindeuten.

Er beschreibt außerdem, wann es günstig ist, die Einnahme oder die Dosierung von Medikamenten abzuändern oder einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

Hilfreich ist außerdem, wenn auch Ihren Angehörigen dieser Notfallplan vorliegt.
Sorgen Sie dafür, dass Sie immer ausreichend Medikamente zur Verfügung haben. Dies gilt nicht nur für zu Hause, sondern auch für Ihren Arbeitsplatz oder im Urlaub.

Wenn es durch einen akuten Krankheitsschub oder eine andere Belastung zu deutlicher Zunahme Ihrer Atemnot kommt, sollten Sie darauf vorbereitet sein!

Für den „Fall der Fälle“ sollte auch das Folgende griffbereit liegen:
– Die Notrufnummer
– Telefonnummer Ihres Arztes oder eines Krankenhauses sowie von Personen, die Ihnen helfen können
– Ihre Medikamentenliste
– Ein letzter oder auch alter Arztbrief

Bildnachweis: hbrinkman@stock.xchng.hu