Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Einträge mit dem Schlagwort Lungentransplantation

Meine LTX und wie es mir geht

Nach längerem Überlegen möchte ich nun auch meine Erfahrungen schildern, die ich nach meiner Lungentransplantation gemacht habe. Ich bin 55 Jahre alt und leide unter Lungenfibrose.
Nach fast 7-Monatigen Aufenthalt in der Klinik in Homburg/Saar wurde mir am 17.11.2010 ein Lungenflügel transplantiert. Nach dreizehn Tagen wurde ich, ohne Sauerstoff, aus der Klinik entlassen.

Heute, knapp fünf Monate nach der OP geht es mit gut, ich kann endlich wieder frei atmen und die Belastbarkeit nimmt ständig zu. Selbstverständlich muss ich regelmäßig in die Klinik fahren um die Befunde und Prografspiegel überprüfen zu lassen und auch ich habe mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu kämpfen, wobei man das in Kauf nehmen muss.
Begleitet wurde meine Genesung von Kranken-und Atemgymnastik jetzt warte ich auf die Reha.
Ich hoffe, dass ich, wenn es so weiter geht, in meine alte Lungensportgruppe und in meinen Beruf zurückkehren kann.
Der Grund warum ich mich hier zu Wort melde ist der, dass ich die Wichtigkeit guter körperlicher Verfassung, Fitness, Kraft und Ausdauer vor und nach der OP betonen möchte.

Während meines Aufenthalts in der Klinik war es, unter anderem, Pflicht an der Physiotherapie teilzunehmen.
Darüber hinaus bin ich freiwillig drei Mal am Tag (bei jedem Wetter) spazieren gegangen, damit ich mich nicht den ganzen Tag im Bett oder in den Klinikgebäuden aufhalten musste.
Natürlich waren diese Spaziergänge nicht einfach, am Ende habe ich 15 Liter Sauerstoff vor mir hergeschoben.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir diese Spaziergänge und die Physiotherapie in vielerlei Hinsicht geholfen haben. Ohne diese, hätte ich die Klinik nicht in so kurzer Zeit, und nicht unter diesen positiven Umständen verlassen können.
Ich kann gar nicht sagen, wie wichtig es für die spätere Genesung ist, dass man, im Rahmen des Möglichen, körperlich fit ist und dass die Muskeln in dieser Zeit nicht vollständig abbauen.
Weder körperliche, noch geistige Ermattung
Auch zum Überraschen der Ärzte, schnelles Verlassen der Klinik nach der OP
Stetige Verbesserung zu Hause
Ich weiß, dass es schwer ist sich im Krankenhaus zu motivieren, aber glaubt mir es lohnt sich.

Maga – Margarete P.

Lavendelöl zur Pilzbekämpfung

Viele Menschen tragen bestimmte Pilzarten auf der Hautoberfläche und auf den Schleimhäuten mit sich herum. Das ist in der Regel unproblematisch, da das Immunsystem dafür sorgt, dass die Keime nicht überhand nehmen. Bei Menschen mit einem reduzierten Immunsystem (Lungentransplantation, COPD) besteht aber die Gefahr, ernsthaft an einer Pilzinfektion zu erkranken. Leider scheinen viele Pilzerreger Resistenzen gegen die üblichen Medikamente entwickeln zu haben, so dass alternative Wirkstoffe für eine erfolgreiche Therapie erforderlich werden.

Portugiesische Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass Lavendelöl ein solcher alternativer Wirkstoff zur Bekämpfung von Pilzinfektionen sein könnte. Das Öl ist in der Lage, verschiedene Hefe- und Fadenpilze abzutöten. In der Studie erwies sich Lavendelöl als effizientes Mittel gegen viele Pilzarten. Weitere Studien sollen nun den Weg für den klinischen Einsatz ebnen.

Weitere Infos: Bild der Wissenschaft

Lungentransplantation

Eine Lungentransplantation ist die letzte Option einer fortgeschrittenen, austherapierten Lungenerkrankung. Es werden entweder:

ein Lungenflügel (SLTX = Single Lung Transplantation),
beide Lungenflügel (DLTX = double Lung Transplantation)
ein oder mehrere Lungenlappen

von einem Organspender zu einem Empfänger verpflanzt.

Für Kinder besteht die Möglichkeit einer Lebend-Lungentransplantation
(living-related lung transplantation), bei der je ein Lungenlappen von zwei Spendern dem Kind verpflanzt werden.

Zukunftsvisionen – Lunge

Kunstlungen/Ersatzteile sollen einmal ein Spenderorgan ersetzen

(c) by loomes, stock.xchng.hu

Lungentransplantationen sind bislang eine noch sehr kostspielige und kurzfristige Maßnahme zur Rettung schwerstkranker Patienten. Die rare Verfügbarkeit passender Spenderorgane ist ebenso ein großes Hinderniss den Kranken zeitnah zu helfen.

Trotz einem immensen medizinischen Fortschritt in der Operationstechnik und mit immer wirksameren Medikamenten gegen die Abstoßungsreaktionen sind die möglichen Komplikationen bei der Lungentransplantation erheblich.

Das alles soll sich ändern.

Lungen, so stellte sich heraus, sind deutlich komplexere, noch schwerer nachzubauende Organe als zum Beispiel Herzen, die seit langem auch als technischer Nachbau implantiert werden.

An der Yale University wird daran gearbeitet, das molekulare Gerüst einer echten Spenderlunge zu erhalten, zugleich aber die nach der Transplantation problematischen Abstoßungsreaktionen des Gewebes durch das Immunsystem des Empfängers zu minimieren.

Bei aufwändigen Experimenten mit Ratten wurden Teilerfolge erzielt.

Ein Teilerfolg, doch noch ist viel zu tun, um wirklich Erfolg versprechende Lungen auf diesem Weg zu produzieren.

An der Harvard University wird der Erfolg der Weiterentwicklung zur funktionierenden Lungen darin gesehen, funktionale Grundeinheiten des Atemorgans künstlich herzustellen. Endziel ist dabei, sinnvolle Ersatzteile statt eines ganzen neuen Organs zu produzieren.

Zum Beispiel wurde ein Chip, eine gerade einmal nur münzgroße Apparatur entwickelt, die einiges von dem leisten kann, was an der Grenzfläche einer Lungenkapillare stattfindet. Hier geschieht weit mehr als nur Gasaustausch; an der speziellen Grenzfläche zwischen Außenwelt und Körperinnerem findet der ständige Kampf zwischen Krankheitserregern und Abwehrsystem besonders intensiv statt.

Je naturnäher der Lungenchip, desto wertvoller wird er als pharmakologisch verwendbare Alternative zum Versuchstier. Der Chip wird helfen Entzündungsprozesse und die Auseinandersetzungen, die bei einem Kontakt mit Bakterien ablaufen, zu simulieren, um dann einen Weg zu finden, diesem für die Abstoßung verantwortlichen Prozess entgegen zu wirken.

Eine Ersatzlunge als transplantierbares Organ wird auch auf diesem Weg nicht entstehen.

Jedoch wird sich von diesen gesammelten immunologischen und pharmakologischen Informationen erhofft, dass Lungentransplantationen in Zukunft mit weniger Komplikationen durchzuführen sein werden.

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1037312

Mein Kind soll leben!

am 25.05. 2010 erschien das Buch von Hedwig Kleineheismann und ihrer Tochter Claudia.
Die Autorin erzählt mit teilweise sehr emotionalen Worten, die Geschichte ihrer Tochter, die jetzt seit 12.09.94 mit einer Herz- Lungentransplantation lebt.
Sie schildert den schweren gemeinsamen Weg von der Geburt ihres Kindes, bis in die heutige Zeit.
Nach unseren Recherchen gibt es weltweit nur zwei weitere Menschen, die es schafften diesen Zeitraum mit zwei Fremdorganen zu überleben.

„Mein Kind soll leben!“

…ist der Entschluss, den eine starke Frau trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse fasst. Sie überwindet mehrfach aussichtslos erscheinende Momente, trotzt Hindernissen und Widrigkeiten. Und das zu einer Zeit, in denen die Transplantationsmedizin noch in den Kinderschuhen steckte.
Die Autorin will Mut machen mit ihrem Buch; all den Menschen die einen solchen Schritt noch vor sich haben, wie auch denen, die ihn bereits gegangen sind, ebenso ihren Angehörigen.
Die Autorin erzählt von Hoffnungen und Rückschlägen, von Träumen und Enttäuschungen. Trotzdem steht stets im Mittelpunkt der Gedanke, dass es immer weitergeht.
Ich danke der Autorin für ein mit Herzblut und viel Liebe geschriebenes Werk und freue mich, Sie, liebe Leser, mitnehmen zu dürfen in eine Welt in der Glaube, Liebe und Hoffnung mehr als nur leere Worte sind!

Traumstunden Verlag Modler, Neunkirchen

Taschenbuch: 324 Seiten
ISBN-10: 3942514001
ISBN-13: 978-3942514002

Internetpräsenz der Autoren:
Claudia Kleineheismann
Hedi Kleineheismann

Leseprobe und Rezensionen: Traumstunden Verlag