Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

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Röntgenuntersuchungen

Bei dieser Untersuchungsmethode werden Körpergewebe mittels Röntgenstrahlung durchleuchtet. Dadurch erhält der Arzt Einsicht in innere Organe und Strukturen und kann Veränderungen erkennen und beurteilen.

Die Strahlung wird je nach Beschaffenheit und Dichte des durchleuchteten Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt. Die Strahlen, die durch den Körper hindurch gehen, ohne aufgenommen oder abgelenkt zu werden, treffen auf einen dahinter platzierten Film (das Röntgenbild), welcher sich beim Auftreffen von Röntgenstrahlung schwarz färbt. Dies bedeutet, dass strahlendurchgängiges Gewebe,  z. B. die Lunge, auf dem Schirm ziemlich hell wird, sich aber auf  Röntgenbild schwarz dargestellt. Im Gegensatz erscheinen Strukturen höherer Dichte (z.B.  fibrosierendes Gewebe) auf dem Schirm dunkler (sogenannte Schatten), auf dem Röntgenbild im Gegensatz aber ziemlich hell, da hier weniger Strahlen durchgelassen werden, der Film somit weniger geschwärzt wird. Bei der  Betrachtung von Röntgenbildern (Film) spricht man deshalb auch von Verschattungen und Aufhellungen.

Pneumothorax

Als Pneumothorax bezeichnet man eine krankhafte Luftansammlung im Brustkorb, dort, wo sich normalerweise keine Luft befinden sollte. Dadurch bedingt kollabiert ein Lungenflügel, wodurch es zu einer unzureichenden Atemfunktion der Lunge kommt.

Man unterscheidet je nach Ursache vier Formen dieser Erkrankung:

  • Spontanpneumothorax, der ohne eine vorbestehende Lungenerkrankungen auftritt
  • Symptomatischer Pneumothorax, der durch eine Vorerkrankungen der Lunge hervorgerufen wird Traumatischer Pneumothorax, der durch Verletzungen verursacht wird
  • Spannungspneumothorax (auch Ventilpneumothorax genannt), bei dem sich infolge eines Ventilmechanismus der Raum zwischen Lunge und Rippen immer weiter mit Luft füllt, wobei diese aber nicht entweichen kann

Zu Beginn äußert sich die Erkrankung meistens durch ein plötzliches Schmerzereignis. Später kommen hinzu – häufig Reizhusten, Husten und örtlich beschränkte, atemabhängige und stechende Schmerzen bei zunehmender Luftnot mit einer flacher Atmung.

Beim Spannungspneumothorax schreitet die Erkrankung sehr rasch voran, mit stark zunehmender Luftnot und hoher Herzfrequenz und u.U. mit einem kardiogenen Schock mit Herz-Kreislaufversagen, Zyanose (Blaufärbung von Lippen, Haut und Schleimhäuten infolge starken Sauerstoffmangels), Blutdruckabfall und aufgestaute Halsvenen (venöse Einflussstauung). Hier ist als weiteres Symptom die asymmetrische Atmung, bei der die erkrankte Seite kleinere Atembewegungen ausführt und zeitlich verzögert ist, festzustellen.

Bei einem Spannungspneumothorax und bei einem traumatischen Pneumothorax ist die Bildung eines Hautemphysems möglich, was bedeutet, dass die Luft unter die Körperhaut eindringt und sich im Unterhautfettgewebe ansammelt. Dies ist hörbar durch knisternde Geräusche unter der Haut und durch Schwellungen sichtbar.

Somit ist bei jeder unklaren Atemnot auch unbedingt an einen Pneumothorax zu denken, besonders wenn Vorerkrankungen der Lunge bekannt sind oder es sich um plötzlich auftretende Beschwerden handelt.