Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Einträge mit dem Schlagwort Schlafapnoe

Schlafassoziierte Atemstörungen

Die häufigste Ursache ist eine mechanische Verlegung der oberen Atemwege (obstruktive Schlafapnoe).

Es können aber auch Herz-Kreislauferkrankungen, neurologische oder Lungenerkrankungen ursächlich sein.

Obstruktive Schlafapnoe

Wenn im Schlaf der Tonus der Rachenmuskulatur nachlässt, kommt es insbesondere in Rückenlage bei manchen Personen zum Kollaps der Rachenwände.

Die Auswirkungen der nächtlichen Atempausen können beträchtlich sein. Folgen sind eine erhöhte Tagesmüdigkeit mit Leistungsschwäche, Nachtschweiß, morgendliche Kopfschmerzen, depressive Verstimmung sowie Potenzstörungen.

Die obstruktive Schlafapnoe kann aber auch Folgeerkrankungen auslösen, wie Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen.

Typisch ist das laute und unregelmäßige Schnarchen, was allerdings meist nur dem Partner auffällt.

Zur Diagnosestellung wird ein ambulantes Schlafmonitoring mit Registrierung der Sauerstoffsättigung, des oronasalen Luftstromes sowie der Atembewegungen, gleichzeitig Aufzeichnung eines Langzeit-EKGs empfohlen.

Ergibt sich hier der Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom, so erfolgt die weitere Abklärung stationär in einem Schlaflabor.

Die Behandlung sollte zuerst mögliche Auslösefaktoren beseitigen. Dabe können z.B. Übergewicht, Genuss von Alkohol oder Nikotin, Einnahme von Schlafmitteln eine Rolle spielen.

Wenn diese Maßnahmen nicht greifen, so ist eine nächtliche Überdruckbeatmung indiziert:

Die CPAP-Therapie ( Continuous Positive Airway Pressure) ist meist Mittel der Wahl. Dabei wird über eine Nasenmaske kontinuierlich während der gesamten Schlafdauer ein positiver Druck im Nasen-Rachen-Raum erzeugt, so dass die Wände nicht zusammenfallen können.

Alternativ gibt es auch die BIPAP-Maskenbeatmung (Bi-Level Positive Airway Pressure = kontinuierlicher Wechsel zwischen hohem inspiratorischen und niedrigen exspiratorischen Druck).

Christa
 
Bildnachweis: © Alan Rainbow / Pixelio

Schlafdiagnostik

Manche Menschen schnarchen während des Schlafes und/oder nächtliche Atempausen werden beobachtet. Dies kann oft einen nicht unerheblichen Sauerstoffabfall im Blut zur Folge haben. Ebenso sind die Beeinträchtigung von Herz und Kreislauf (sogenannte Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) und vermehrt auftretende nächtliche Weckreaktionen nachweisbar, die dem Schlafenden selbst nicht bewusst sind.
Müdigkeit (der sogenannte Sekundenschlaf), Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche am Tag sind die Folgen.
Für eine Abklärung dieses sogenannten „Schlafapnoe-Syndroms“ stehen unterschiedliche diagnostische Maßnahmen zur Verfügung, sämtliche durchgeführt im Nachtschlaf, entsprechend ihrem Erscheinungsbild.

Im Schlaflabor, einer Einrichtung innerhalb eines Krankenhauses, werden während der ganzen Nacht Aufzeichnungen über verschiedene Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Muskelspannung oder Sauerstoffsättigung des Blutes gemacht.
Aufgrund dieser Messwerte kann ein sehr genaues Schlafprofil der Schlafstadien erstellt werden. Das Schlafprofil wiederum lässt Rückschlüsse auf die Qualität des Schlafs und die Ursachen zu, die die Schlafqualität unter Umständen beeinträchtigen.