Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Röntgenuntersuchungen

Bei dieser Untersuchungsmethode werden Körpergewebe mittels Röntgenstrahlung durchleuchtet. Dadurch erhält der Arzt Einsicht in innere Organe und Strukturen und kann Veränderungen erkennen und beurteilen.

Die Strahlung wird je nach Beschaffenheit und Dichte des durchleuchteten Gewebes unterschiedlich stark abgeschwächt. Die Strahlen, die durch den Körper hindurch gehen, ohne aufgenommen oder abgelenkt zu werden, treffen auf einen dahinter platzierten Film (das Röntgenbild), welcher sich beim Auftreffen von Röntgenstrahlung schwarz färbt. Dies bedeutet, dass strahlendurchgängiges Gewebe,  z. B. die Lunge, auf dem Schirm ziemlich hell wird, sich aber auf  Röntgenbild schwarz dargestellt. Im Gegensatz erscheinen Strukturen höherer Dichte (z.B.  fibrosierendes Gewebe) auf dem Schirm dunkler (sogenannte Schatten), auf dem Röntgenbild im Gegensatz aber ziemlich hell, da hier weniger Strahlen durchgelassen werden, der Film somit weniger geschwärzt wird. Bei der  Betrachtung von Röntgenbildern (Film) spricht man deshalb auch von Verschattungen und Aufhellungen.

Schlafdiagnostik

Manche Menschen schnarchen während des Schlafes und/oder nächtliche Atempausen werden beobachtet. Dies kann oft einen nicht unerheblichen Sauerstoffabfall im Blut zur Folge haben. Ebenso sind die Beeinträchtigung von Herz und Kreislauf (sogenannte Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) und vermehrt auftretende nächtliche Weckreaktionen nachweisbar, die dem Schlafenden selbst nicht bewusst sind.
Müdigkeit (der sogenannte Sekundenschlaf), Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche am Tag sind die Folgen.
Für eine Abklärung dieses sogenannten „Schlafapnoe-Syndroms“ stehen unterschiedliche diagnostische Maßnahmen zur Verfügung, sämtliche durchgeführt im Nachtschlaf, entsprechend ihrem Erscheinungsbild.

Im Schlaflabor, einer Einrichtung innerhalb eines Krankenhauses, werden während der ganzen Nacht Aufzeichnungen über verschiedene Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Muskelspannung oder Sauerstoffsättigung des Blutes gemacht.
Aufgrund dieser Messwerte kann ein sehr genaues Schlafprofil der Schlafstadien erstellt werden. Das Schlafprofil wiederum lässt Rückschlüsse auf die Qualität des Schlafs und die Ursachen zu, die die Schlafqualität unter Umständen beeinträchtigen.

Spiroergometrie

Die Untersuchung kombiniert verschiedene  Untersuchungsprinzipien unter Belastung und ermöglicht eine sehr umfassende Beurteilung des körperlichen Leistungsvermögens des Patienten.
Die Belastung erfolgt wie beim Belastungs-EKG auf  einem Fahrrad, sitzend oder halbliegend, bei einer stufenweisen Steigerung des Tretwiderstands.

Vor und nach der Untersuchung wird eine kleine Lungenfunktion vorgenommen (siehe hierzu auch Spirometrie). Ebenfalls wird auf jeder Belastungsstufe die Entnahme eines Bluttropfens aus dem Ohr (siehe Blutgasanalyse) vorgenommen. Auch wird ein EKG abgeleitet und Puls- und Blutdruck auf jeder Belastungsstufe gemessen, vergleichbar mit der Ergometrie. Die Besonderheit dieser Untersuchung ist, dass der Patient während der gesamten Untersuchung eine Atemmaske trägt. Hierdurch kann die Atemluft genau nach Menge und Zusammensetzung analysiert werden, was genaue Rückschlüsse auf die Sauerstoffaufnahme und die Abgabe von Kohlendioxyd (CO2) in Ruhe und unter Belastung zulässt.

Diffusionskapazität

Die Bestimmung der Diffusionskapazität ist eine zusätzliche diagnostische Hilfe bei verschiedenen Lungenkrankheiten und beschreibt den Sauerstofftransport von der eingeatmeten Luft durch die Wand der Lungenbläschen in das Blut.
Ein ungefährliches Gas, ein kohlenmonoxidhaltiges Mischgas, wird nach maximaler Ausatmung tief eingeatmet und anschließend die Luft für 10 Sekunden angehalten. Der dann festzustellende Unterschied der Gaszusammensetzung bei Ein- und Ausatmung ist das Maß der Diffusion.

Elektrophorese bei Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

In einem Liter Blutserum sind ca. 60 Gramm Proteine enthalten. Diese Proteine bestehen aus sehr vielen verschiedenen Eiweißstoffen und zur Erkennung bestimmter Krankheiten ist es wichtig zu wissen, welcher Eiweißstoff davon vermehrt oder vermindert ist. Dazu ist eine Methoden nötig, die einzelne Eiweißstoffe bestimmen, oder das Gesamteiweiß zumindest in einzelne Gruppen auftrennen kann. Eine der ältesten Methoden hierzu ist die Elektrophorese.

Funktion:

Bei der Eiweiß-Elektrophorese werden Proteine aufgrund ihrer Fließeigenschaften in einem durch Gleichspannung erzeugten elektrischen Feld aufgetrennt. Je nach Eigenschaft der Proteine bewegen sich diese verschieden schnell durch ein Gel. Es erfolgt eine Auftrennung der Proteine in die Fraktionen Albumin sowie α-Globulin, β-Globulin und γ-Globulin. Die Elektrophorese ermöglicht eine Quantifizierung der Fraktionen und kann so wertvolle Hinweise im Zusammenhang mit der Beurteilung weiterer Laborparameter und Diagnosen liefern.

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Enzym aus der Alpha-Globulin-Fraktion. Ist in der Elektrophorese eine Erniedrigung der Alpha-1-Globuline zu erkennen, dann weist dies auf einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel hin.

Peak-Flow-Messung

Mit einem so genannten Peak-Flowmeter kann diese Messung – nach Anleitung – von jedem Patienten selbst durchgeführt werden. Per Atemstoß wird hier ermittelt, wie viel die beim Patienten maximal mögliche Geschwindigkeit der Ausatemluft in l/s oder l/min beträgt.
Der erreichte Wert gibt Auskunft über den Grad der Atemwegsverengung. Gerade Asthma-Patienten wird geraten, mehrfach täglich zu messen und die Werte in einem Protokoll fest zu halten, so dass mit diesem Protokoll der Betroffene und auch der behandelnde Arzt den Verlauf einer Atemwegserkrankung gut im Blick haben.
Diese Messungen dienen somit zur Selbstkontrolle und bei auftretenden Schwankungen können kurzfristig eventuell erforderliche Maßnahmen ergriffen werden.

Blutgasanalyse

Eine notwendige Untersuchung ist die Messung des Sauerstoffgehaltes und des Kohlendioxids im Blut und die Bestimmung des pH-Wertes (= Säurewertes).Mit diesen Werten können über die Funktion der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems wichtige Aussagen getroffen werden. Diese unkomplizierte Messung ist wichtig für die Prognoseabschätzung chronischer Lungenerkrankungen und die Beobachtung des Krankheitsverlaufs sowie das weitere Vorgehen in der Behandlung.

Messprinzip: Bei dem ruhenden Patienten wird eine durchblutungsfördernde Salbe  auf das Ohrläppchen aufgetragen. Nach 10 Minuten Einwirkzeit wird aus dem Ohrläppchen mit einem feinen Röhrchen Blut entnommen und direkt in einem speziellen Gerät untersucht.

Dieses Messprinzip wird aufgrund seiner hohen Aussagekraft auch vor und nach körperlicher Belastung, vor und unter Gabe von Sauerstoff, vor und unter einer Beatmung vorgenommen.

Bodyplethysmographie

Diese Untersuchung ist ein aufwändiges objektives Verfahren für eine ebenfalls aussagekräftige Messung zur Feststellung der Lungenfunktion. Hierzu sitzt der Patient in einem telefonzellenartigen Raum und atmet über ein Mundstück in das Messgerät normal ein und aus, hierbei ist die Nase mit einer Klemme verschlossen. Die Wände des Bodyplethysmographen sind aus Kunststoffglas und der Patient ist über eine Wechselsprechanlage mit dem Untersucher verbunden. Für einen Teil der Untersuchungen muss die Messkammer geschlossen bleiben, die Tür kann jedoch jederzeit vom Patienten geöffnet werden. Im Verlauf wird die normale Atmung einmal für einen Bruchteil einer Sekunde zwecks Druckmessung verschlossen, sodann atmet der Patient normal weiter. Diese Messung dauert ca. drei bis fünf Minuten und ist nicht belastend oder gefährlich.

Spirometrie

Eine einfache Art der Lungenfunktionsprüfung ist die Spirometrie. Sie dient der Objektivierung von Atemweg- und Lungenkrankheiten, zur Kontrolle der Therapie, zur Registrierung und Begutachtung von Atemwegsveränderungen nach und vor zum Beispiel körperlicher Belastung oder nach Inhalaltion von Medikamenten oder Reizstoffen.
Der Patient atmet zuerst ganz normal über ein Mundstück in das Messgerät, dann aber nach tiefer Einatmung so schnell und so tief wie nur möglich aus.
Hier ist die Mitarbeit des Patient äußerst wichtig für Qualität und Aussagekraft des Untersuchungsergebnisses.