Selbsthilfe von Mensch zu Mensch

Wenn das Atmen schwer fällt

Chronischer Husten

Wer bereits am Morgen mit Husten aufwacht, sollte dies als Warnsignal betrachten. Denn dahinter könnte sich eine chronische Lungenkrankheit verbergen

Chronischer Husten und Atemnot

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung – kurz COPD (aus dem Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“) genannt – ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Krankheitszustand, der durch eine nicht oder nur teilweise reversible Einschränkung des Atemflusses charakterisiert ist. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch massive Schleimbildung in den Atemwegen. Dadurch kommt es zu chronischem Husten und zunehmender Atemnot bei körperlicher Belastung.
Unter dem Begriff COPD werden chronische Bronchitis, eine Verengung der Atemwege und das pulmonale Emphysem (= irreversible Vergrößerung des Luftraumes mit Zerstörung der Lungenbläschen) zusammengefasst.

Risikofaktoren

COPD ist weltweit die häufigste chronische Atemwegserkrankung. In Europa und den USA gilt COPD als vierthäufigste Todesursache und wird nach Einschätzung der WHO im Jahre 2020 weltweit auf dem dritten Platz rangieren.
Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer COPD ist das Zigarettenrauchen, wobei die Gesundheitsgefährdung, die durch das Passivrauchen entsteht, noch immer stark unterschätzt wird. Des Weiteren scheinen genetische Faktoren eine Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit zu spielen. Auch das Einatmen schädigender Stäube und Gase zählt zu den Risikofaktoren. Virale und bakterielle Infektionen tragen darüber hinaus zu akuten Verschlechterungen bei.

Vorbeugung ist möglich

Die wichtigste präventive Maßnahme ist – nicht zu rauchen! Für die Raucherentwöhnung gibt es zahlreiche Möglichkeiten -fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne!
Patienten, die bereits an einer COPD leiden, sollten zudem schädigende Stäube meiden und sich gegen Influenza und Pneumokokken impfen lassen